Rostock-Südstadt : Post-Neubau soll bis Oktober stehen

Der künftige Verwaltungsbau soll zweistöckig werden und die Hallen für Paket- und Briefzustellung, letztere hier schon durch die Stahlträger im Hintergrund zu erkennen, trennen.  Fotos: Claudia Labude-Gericke
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Der künftige Verwaltungsbau soll zweistöckig werden und die Hallen für Paket- und Briefzustellung, letztere hier schon durch die Stahlträger im Hintergrund zu erkennen, trennen. Fotos: Claudia Labude-Gericke

Zustellstützpunkt in der Erich-Schlesinger-Straße wird modernisiert. Mitarbeiter aus Reutershagen und Satow ziehen mit ein.

svz.de von
20. Juni 2016, 05:00 Uhr

Die Bedingungen sind nicht immer leicht, aber ein Ende ist in Sicht: Bei laufendem Betrieb modernisiert die Deutsche Post ihren Zustellstützpunkt in der Südstadt – den größten in Rostock. Bis Oktober soll in der Erich-Schlesinger-Straße ein moderner Neubau für Brief- und Paketzustellung entstehen. Wie viel Geld das Unternehmen dafür investiert, wird nicht kommuniziert.

Während auf einem Teil des 14 500 Quadratmeter großen Geländes ab den frühen Morgenstunden der normale Betrieb startet, Lkw die Pakete aus Neustrelitz bringen und die Mitarbeiter für ihre Touren sortieren, bewegen sich auf dem hinteren Grundstück bereits die Baufahrzeuge – und das geht seit Februar so. Die Stahlträger für den Hallenteil, der für die Briefzustung errichtet wird, stehen bereits. Auch die Grundmauern für den zweigeschossigen Verwaltungsbau, der quasi als Mittelstück die Gebäude für Brief- und Paketzustellung teilt. Insgesamt soll der Neubau 2500 Quadratmeter Fläche haben.

Doch nicht nur für die derzeitigen Mitarbeiter steht der Umzug an – die bisherigen Zustellstützpunkte Reutershagen und Satow werden im Neubau integriert und verlassen ihre aktuellen Standorte. „Auch ein Teil der Paketzustellung aus Groß Schwaß zieht mit ein, weil der Standort an die Kapazitätsgrenzen gelangt“, sagt Post-Sprecher Jens-Uwe Hogardt. Grund dafür sei der immer weiter wachsende E-Commerce Markt und dessen Folgen für die Zustellung. Der Bedarf für eine solche moderne Zustell-zentrale wie in der Südstadt sei mehr als vorhanden. „Und der Zeitplan ist zwar ambitioniert, aber machbar“, so Hogardt, der mit dem historischen Standort Erinnerungen verbindet. Schließlich befand sich auf dem Gelände mal das alte Bahnpostamt. Mittlerweile machten die Gebäude, von denen eines noch steht, aber nicht mehr viel her. „Alle sind froh, dass ein Schandfleck verschwindet“, sagt Betriebsleiterin Uta Krüger. Dem stimmt auch Kristin Schröder (Linke) zu. „Wir wurden bei dem Bauprojekt von Anfang an gut mitgenommen und freuen uns über das Vorhaben“, so die Vorsitzende des Ortsbeirates Südstadt.

Die Bedingungen für die gut 100 Mitarbeiter würden sich laut der Verantwortlichen von der Post wesentlich verbessern. Nicht nur, weil durch bauliche Optimierungen Wege verkürzt werden. Auch die Sozialräume werden erneuert, es soll 29 Mitarbeiterparkplätze sowie großzügige Grünflächen und Anschlüsse für elektrische Zustellfahrzeuge geben. Dass der Neubau auf dem modernsten Stand ist, hätte auch Vorteile für die Kunden: „Statt wie bisher eines haben wir künftig fünf große Tore für die Zuführung der Lkw aus Neustrelitz“, sagt Uta Krüger. Damit könne die Ladung noch schneller bearbeitet, sortiert und auch am Zielort sein.

Fakten zum Bauvorhaben

• Historie: Auf dem 14 500 Quadratmeter großen Gelände in der Erich-Schlesinger-Straße befand sich das alte Bahnpostamt mit Gleisanschluss – Paketumschlagstelle für Rostock und Umgebung.

• Neubau: Der gesamte neue Gebäudekomplex ist mit 2500 Quadratmetern Grundfläche geplant. Das Haus, in dem gerade noch gearbeitet wird, soll nach Fertigstellung des Neubaus abgerissen werden. Der entsprechende Grundstücksteil gehört der Post und ist Vermarktungsfläche, kann also bebaut werden.

• Fertigstellung: ist für Mitte Oktober 2016 geplant.

• Einziehen: werden die aktuellen Mitarbeiter, Kollegen der Zustellstützpunkte aus Reutershagen, Satow und zum Teil aus Groß Schwaß.


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