Warnemünde : Port Party ohne Feuerwerk

Das Bild mit Feuerwerk über Kreuzfahrern wird es am Mittwoch nicht geben.
Das Bild mit Feuerwerk über Kreuzfahrern wird es am Mittwoch nicht geben.

Am Mittwoch steigt am Neuen Strom auf der „Santa Barbara Anna“ die dritte Auflage – Amt verbietet Raketenabschuss.

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18. Juli 2018, 11:45 Uhr

Die gute Nachricht zuerst: Am Mittwoch ab 17 Uhr steigt am Neuen Strom in Warnemünde die von Hanse Event organisierte dritte Port Party des Jahres. Als Kulisse liegen die „Sapphire Princess“ von 7 bis 21 Uhr am Liegeplatz P7 und die „Regal Princess“ zwischen 7 und 21 Uhr am Liegeplatz P8. Als schwimmende Bühne dient die „Santa Barbara Anna“. Für Musik sorgen der Shantychor De Klaashahns und Olaf Hobrlant von Spill. Eine Selbstverständlichkeit ist die Teilnahme der Warnemünder Trachtengruppe und des Moderators Torsten „Torte“ Dück. Auch die Schlepper der Reederei Fairplay Towage erfreuen um 19.30 Uhr mit der Performance zum Kaiserwalzer.

Jetzt folgt die schlechte Nachricht: Das beliebte Höhenfeuerwerk findet nicht statt. Die Genehmigung zum Abfeuern an der Ostmole ist vom Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) nicht erteilt worden. „Das WSA hat den Antrag negativ beschieden und uns als Ausweichplatz die Wiese zwischen der Bebauung der Yachthafenresidenz zugewiesen“, sagt Sitte und ergänzt: „Das können wir als Abschussplatz nicht akzeptieren, der Platz ist geeignet für Hochzeitsfeuerwerke, aber nicht für eine Verabschiedung von Kreuzfahrern.“ Mit einer Prise Zynismus sagt er: „Wir machen dann ein akustisches Feuerwerk nach dem Vorbild von ,Des Kaisers neue Kleider‘ inklusive Aaaahs und Oohs“.

Eine Nachfrage bei WSA-Chef Holger Brydda ergibt: „Seit dem Unfall mit dem Eisbrecher ,Stettin‘ und der Fähre zur Hanse Sail haben wir die Sicherheitsvorschriften erhöht. Bei der Hanse Sail beispielsweise ist die Wasserschutzpolizei auf unserer Zentrale und den Arbeitsschiffen vertreten.“ Der Behördenleiter gibt zu: „Bauchschmerzen hatte ich schon immer bei dem Ereignis, weil ein Feuerwerk durch Blendwirkung und Qualm zu Fehlinterpretationen in der Schifffahrt führen kann“, begründet Brydda. „Als Bürger würde ich das vielleicht anders sehen, aber als Behörde hat die Schifffahrt für uns Priorität“, sagt er. Ihm wäre als Alternative ein Ponton für das Feuerwerk am liebsten. Das scheidet aus Kostengründen aus. „Für eine Veranstaltung in dieser Dimension ist das für uns finanziell nicht zu leisten“, bedauert Sitte, der sich über die Entscheidung wundert. Die Idee zu den Feuerwerken an der Stelle der Ostmole sei mit dem WSA vor zehn Jahren gefällt worden.

„Da brauchen wir uns nicht wundern, wenn irgendwann keine Reederei bei uns mehr Schiffstaufen durchführen will, wenn alles so beschränkt ist von Genehmigungen“, sagt Sitte.

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