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Torwart Johannes Brinkies will bei Hansa konstant gute Leistung zeigen : "Pommes" akzeptiert die Nummer drei

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"Mir ist wichtig, dass ich spiele. Das ist bei den A-Junioren der Fall, und damit bin ich erst mal zufrieden", versichert Johannes Brinkies, der bereits mit 15 in der Nationalmannschaft debütierte.

Rostock | Schon ungewöhnlich, wenn Bruder und Schwester Johannes und Johanna heißen. Bei den Geschwistern Brinkies ist das der Fall. Die Eltern Heiko und Kerstin rufen ihre Kinder Hannes und Hanna - klingt auch fast genauso. Im Alltag sind die beiden dann aber doch gut zu unterscheiden: Johannes, dritter Torwart von Fußball-Zweitligist FC Hansa, wird nur "Pommes" genannt, Johanna, Handballerin bei Drittligist Rostocker HC, hört auf "Joey".

Mit 15 Debüt in der Nationalmannschaft

Johannes (wurde am Montag 18, seine Schwester ist 20) findet die ungewöhnliche Konstellation ganz okay ("Das gibt´s ja nicht so oft") und berichtet, wie er den gleichen Spitznamen bekam wie Handball-Nationalspieler Pascal Hens (u. a. Weltmeister 2007): "Das war gleich, nachdem ich in der D-Jugend zu Hansa kam. In einem Trainingslager gab es am letzten Abend Pommes frites. Da habe ich ordentlich reingehauen, und daraufhin hat mich Uwe Both (seit Jahren als Coach im Nachwuchsbereich des FCH tätig - d. Red.) so genannt."

Johannes Brinkies hat, obwohl ihm ja ein Jahr A-Jugend verbleibt, den zu RB Leipzig gewechselten Andreas Kerner als Nummer drei "beerbt". Dass er noch nicht für die 2. Bundesliga vorgesehen ist, "akzeptiere ich voll und ganz. Mir ist wichtig, dass ich spiele. Das ist bei den A-Junioren der Fall, und damit bin ich erst mal zufrieden", versichert der Auszubildende zum Einzelhandelskaufmann, der bereits mit 15 in der Nationalmannschaft debütierte. Seinerzeit befand sich die deutsche U 16 auf einer Nordeuropa-Tournee. Brinkies, der sich eigentlich nur auf Abruf bereithielt, wurde nachnominiert und hütete am 19. Oktober 2008 beim 5:1 in und gegen Estland das Tor.

Mit den Hansa-A-Junioren wurde der gebürtige Grevesmühlener , der vom FC Anker Wismar nach Rostock kam, in der zurückliegenden Saison Fünfter in der Bundesliga Nord/Nordost und erreichte das DFB-Pokalfinale, das gegen den SC Freiburg unglücklich im Elfmeterschießen verloren ging. An dieses Abschneiden möchte der bullige Keeper (1,86 m/ 86 kg) 2011/12 anknüpfen, es möglichst noch überbieten. "Platz eins bis drei in der Bundesliga wäre ein großer Erfolg. Auch im DFB-Pokal wollen wir wieder so weit wie möglich kommen. Ich habe mir vorgenommen, gesund zu bleiben und konstant gute Leistungen in der A-Jugend zu zeigen. Ansonsten geht es ja im Fußball manchmal sehr schnell, dass man ins kalte Wasser geworfen wird. Ich lasse mich überraschen", sagt Johannes Brinkies, der im Hansa-Internat wohnt und einen Amateurvertrag bis 2012 hat, aber keinen Zweifel daran lässt, in Rostock bleiben zu wollen.


>> Meinungen

Cheftrainer Peter Vollmann: Wir haben keinen Dreikampf auf der Torhüterposition. Der Johannes ist unser dritter Mann und für die A-Jugend vorgesehen. Da kriegt er Praxis, und notfalls – wenn sich einer der anderen den Finger brechen sollte – rückt er auf.

Torwarttrainer Alexander Ogrinc: Johannes macht sich sensationell. Sehr, sehr positiv, wie er sich engagiert und mitarbeitet. Es macht mit allen dreien Riesenspaß.

Nachwuchsleiter Juri Schlünz: Johannes ist einer von den Spielern seiner Altersklasse, von denen wir uns in der Zukunft einiges versprechen.

Wortmeldung in „Vereinsforen 3. Liga“ auf www.transfermarkt.de: Pommes ist ein Schrank, der in seiner Aura Kevin Müller in nichts nachsteht. Außerdem wirkt er sehr bodenständig und sympathisch.

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erstellt am 22.Jun.2011 | 08:48 Uhr

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