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Verkehrskontrollen : Polizisten verteilen drei rote Karten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Beamte kontrollieren 30 Zweiräder und 30 Autos

Allein in diesem Jahr musste die Rostocker Polizei bereits 124 Unfälle aufnehmen, an denen Motorradfahrer beteiligt waren. Bei 53 davon gab es Verletzte. Um einem weiteren Anstieg vorzubeugen, rückten die Beamten am Sonnabend zwischen 13 und 21 Uhr zu mehreren Kontrollen im gesamten Stadtgebiet aus. Unterstützt wurden sie dabei von Siegfried Ganske, Chef der Zulassungsbehörde und ein echter Profi auf seinem Gebiet, dem keiner so leicht etwas vormachen kann.

Einsatzleiter Rainer Fricke nahm mit seinem Team insbesondere die Motorräder in den Fokus. Zusammen mit seinen Beamten und der Motorradkontrollgruppe Wismar checkte der Hauptkommissar neben den 30 Zweirädern aber auch 30 Autos. „Insgesamt mussten 21 Fahrzeuge beanstandet werden“, bilanziert Fricke am Ende. Grund waren fehlende Reflektoren, ungenügende Reifenprofile, manipulierte Abgasanlagen oder nicht genehmigte technische Umbauten. „Dafür mussten wir 13 Anzeigen stellen“, sagt Fricke. Darüber hinaus vergaben die Beamten drei rote Karten, genauer gesagt rote Punkte mit der Aufschrift Entwertet. „Damit ist die Betriebserlaubnis erloschen“, sagt Fricke. Und für die Fahrzeughalter beginnt ein aufwändiges Prozedere, die Erlaubnis zurück zu bekommen. Durch die Beamten der Motorradkontrollgruppe wurde außerdem bei mehreren Krädern auch die Schallimmission gemessen. Bei einem Fahrzeug wurde diese überschritten. Ein Motorradfahrer war zudem mit ungeeignetem Helm auf seinem Fahrzeug unterwegs, der im Ernstfall nicht sichert.

Aber auch das gab es: Nadesda Funkner und ihr Mann waren mit Campinganhänger und den Töchtern Jolina und Jenny unterwegs. „Ich finde es gut, dass ab und an kontrolliert wird, weil es ja um die Sicherheit geht“, sagt die junge Mutter. Bei ihrem Auto und dem Hänger war alles in Ordnung. Dafür erklärten die Beamten am Rande den beiden Töchtern, wie man bei einem Unfall Entfernungen misst und wie die Polizeikelle funktioniert. Diese war beim Einsatz in den Händen von Polizeikommissaranwärter Maximilian Bünz – er wollte von sich aus diese Aufgabe übernehmen. „Er hat schon einen ganz guten Riecher“, bescheinigt Einsatzleiter Fricke.


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erstellt am 18.Jul.2016 | 08:00 Uhr

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