Geiselnahme im Bus : Polizei-Spezialeinheit übt in Rostock den Ernstfall

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Foto: Stefan Tretropp

svz.de von
15. März 2016, 16:49 Uhr

Eine Polizei-Spezialeinheit des Landeskriminalamtes Mecklenburg-Vorpommern hat am Dienstag Vormittag in Rostock den Ernstfall geprobt. Auf dem Busbetriebshof der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) im Stadtteil Schmarl wurde eine Gefahrenlage in einem Linienbus nachgestellt.

"Wir haben eine Übung in Bezug auf den öffentlichen Personennahverkehr gemacht", bestätigte Michael Schuldt, Pressesprecher im LKA MV, auf Nachfrage. Seinen Angaben zufolge gehören derartige Szenarien zur regelmäßigen Ausbildung der Spezialeinheiten. Zum konkreten Inhalt der Übung wollte er sich allerdings nicht äußern. "Geheimhaltungsgründe" stünden dem entgegen.

Mehrere Spezial-Polizisten in Tarn-Anzügen und mit Ferngläsern schlichen im Rahmen der Übung durch eine an den Busbetriebshof angrenzende Gartenanlage und pirschten sich an den Bus heran. Andere legten sich mit einem Tarn-Netz über den Kopf in ein Gebüsch. Weitere Elitepolizisten sicherten von anderen Standpunkten die Szenerie ab. Fest im Visier hatten sie dabei immer einen Bus, in dem offenbar eine Geiselnahme nachgestellt wurde.

"Übungen dieser Art sind Standard bei uns", sagte Schuldt. RSAG-Sprecherin Beate Langner bestätigte ebenfalls die Übung, wollte sich aber nicht weiter zu den Inhalten äußern.
 

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