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Norddeutsche Neueste Nachrichten

22. Oktober 2017 | 21:24 Uhr

Polizei schnappt Drogendealer

vom

svz.de von
erstellt am 16.Okt.2012 | 09:15 Uhr

Rostock | Der Kriminalpolizei Rostock ist ein großer Ermittlungserfolg gelungen: In Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt MV hat sie einen 30-jährigen Rostocker und zwei seiner Drogenkuriere aus Berlin in der Hansestadt festgenommen. In den letzten Wochen sollen sie mindestens 13 Kilogramm Rauschgift in Rostock in Umlauf gebracht haben. Am 5. Oktober konnten die Polizisten die Kuriere festnehmen. Später stellte sich der mutmaßliche Haupttäter.

Die beiden Kuriere sind Vater und Sohn

Seit Mai waren die Beamten der Rostocker Kriminalpolizeiinspektion an dem mutmaßlichen Haupttäter, einem 30-jährigen Rostocker, dran. "Es deutete alles darauf hin, dass der Selbstständige mit Betäubungsmitteln im Kilobereich handelt", erklärt der erste Kriminalhauptkommissar Jörg Schönfeld. "Schnell wurde klar, dass er sich die Drogen illegal in Berlin beschafft", ergänzt Schönfeld. In Rostock soll er sie an Unterdealer verteilt haben, die sie an Kosumenten verkauften, erklärt Schönfeld. Im Zuge der Ermittlungen konnten die Kriminalbeamten zwei Kontaktmänner des Rostockers in der Hauptstadt ausmachen - einen 49- und einen 30-jährigen Mann, Vater und Sohn. Am späten Nachmittag des 5. Oktober, als diese beiden eine Rauschgiftkurierfahrt von Berlin nach Rostock unternahmen, schlug die Polizei zu. "Man muss sich entschließen, zum richtigen Zeitpunkt den richtigen Zugriff zu machen", sagt Schönfeld. In der Nähe des Warnowtunnels konnten mehrere Rostocker Beamte und Sondereinsatzkräfte aus Schwerin die Kuriere überwältigen und festnehmen. In dem Wagen der beiden Männer fanden sie in einer Sporttasche sechs Kilogramm Marihuana und ein Kilogramm Haschisch. Daneben konnten sie auch mehrere Waffen, Schlagstöcke und Schlagringe sicherstellen. Acht Durchsuchungsmaßnahmen folgten, weitere zwei Kilogramm Rauschgift, darunter auch Anabolika, konnten beschlagnahmt werden. "Die Mengen sind nicht ungewöhnlich", sagt Kriminaldirektor Peter Mainka, Leiter der Kriminalpolizeiinspektion Rostock.

Die Männer gaben zu, weitere vier Kilogramm Rauschgift in den letzten Wochen nach Rostock gebracht zu haben. Die Polizei vermutet, dass es sich sogar um noch mehr Rauschgift handeln könnte. Vom Haupttäter fehlte aber zunächst jede Spur: "Er war uns kurzzeitig abhanden gekommen", sagt Mainka. Ein Gespräch mit dem Rechtsanwalt des Gesuchten trieb die Lage voran. "Nachher hat er sich gestellt", sagt Mainka, und das sei ein echter Erfolg: Der 30-Jährige ist bei der Polizei kein Unbekannter. Jetzt konnte sein Drogenhandel gestoppt werden. "Wir machen uns an die großen Fälle", sagt Mainka. Die Berliner Kuriere waren noch nicht auffällig geworden. Die drei deutschen Männer befinden sich jetzt auf Antrag der Rostocker Staatsanwaltschaft in Haft. Es sei nur ein Fall, sagt Mainka: "Wir sind uns darüber im Klaren, dass wir damit nicht den Sumpf trockenlegen." Aber in den vergangenen Jahren hätte die Kriminalpolizei etliche Erfolge im Kampf gegen die Rauschgiftkriminalität gelungen: "In puncto Sicherstellung haben wir uns deutlich verbessert", sagt Schönfeld.

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