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Norddeutsche Neueste Nachrichten

24. November 2017 | 14:08 Uhr

Polizei muss Mutter vor ihrem eigenen Kind retten

vom

svz.de von
erstellt am 07.Feb.2012 | 07:32 Uhr

Lütten Klein | Montagabend, die Temperatur liegt bei minus 15 Grad. Wer nicht unbedingt vor die Tür muss, macht es sich zuhause gemütlich. Vor dem Eingang des Mehrgeschossers in der Sankt-Petersburger-Straße fahren nach 19 Uhr plötzlich Polizei und Notarzt vor. Der Rettungswagen parkt hinter dem Wohnblock. Wie ein Polizeisprecher erklärt, sind auch Mitarbeiter des Jugendamtes aus ihrem Feierabend geholt worden.

Passanten, die das Eintreffen der Rettungskräfte beobachten haben, berichten, dass ein etwa fünf bis sieben Jahre altes Kind seine eigene Mutter mit einem spitzen Gegenstand bedroht haben soll. Die Frau wird ins Krankenhaus eingeliefert. Wie lange sie in der Klinik bleiben musste, teilten die Rettungskräfte auch gestern, am Tag nach dem Zwischenfall, nicht mit.

Die Nachbarn erzählen, dass die betroffene Familie S. noch nicht lange in dem Wiro-Block wohnen würde. Von einem Streit oder ähnlichem hätten sie aber nichts gehört. In den Plattenbauten bleiben viele Bewohner anonym. Auch das Jugendamt schweigt und verweist auf den Datenschutz.

Dass es einen Einsatz gegeben hat, lässt sich jedoch nicht von der Hand weisen. In der Leitstelle des Rettungsamtes bestätigt der Diensthabende, Bernd Baranowski, dass am Montag zwischen 19 und 20 Uhr Polizei, Rettungswagen und Notarzt nach Lütten Klein gerufen wurden. Das Jugendamt klärt jetzt die Hintergründe des Einsatzes. "Das Amt für Jugend und Soziales kümmert sich um das Wohl der Familie", sagt Stadt-Sprecherin Kerstin Kanaa.

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