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Norddeutsche Neueste Nachrichten

24. November 2017 | 07:00 Uhr

Rostock : Polizei fasst Brandstifter

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

In Handschellen verlässt Florian B. das Amtsgericht Rostock: Der 22-Jährige hat gestanden, mehrere Brände in Rostock-Reutershagen gelegt zu haben.

Er trat als Zeuge auf, wollte den Polizisten wertvolle Tipps zur Brandserie in Reutershagen geben. Florian B. (22) musste es wissen – schließlich war er selbst der Feuerteufel. „Dass das so schnell ermittelt werden konnte, ist neben der akribischen kriminalpolizeilichen Arbeit vor allem den Schutzpolizisten des Polizeihauptreviers Reutershagen zu verdanken“, sagt Polizeisprecherin Yvonne Hanske. Den Beamten sei der Mann verdächtig vorgekommen.

In seiner Vernehmung am Mittwoch auf der Polizeiwache verstrickte sich der 22-Jährige zunächst in Widersprüche. Kurz darauf gab er dann zu, in den vergangenen zwei Wochen fünfmal Feuer gelegt zu haben. Jedesmal schlug er im Stadtteil Reutershagen zu. Insgesamt brannte es dort sogar sechsmal. Die Ermittler gehen allerdings davon aus, dass auch ein Kellerbrand auf das Konto des jungen Mannes geht. Anwohner im Stadtteil sind erleichtert, dass der mutmaßliche Täter gefasst ist.

Florian B. wurde gestern Mittag dem Haftrichter vorgeführt, der einen Haftbefehl erließ. Kurz darauf war der 22-Jährige schon auf dem Weg ins Gefängnis. Und dort war er gerade erst herausgekommen: Noch bis Mai saß er wegen Körperverletzung, räuberischer Erpressung und Diebstahls eine dreijährige Haftstrafe ab. Nach Rostock war er erst vor zwei Monaten gezogen.

Begonnen hatte die Brandserie in der Nacht zum 19. Juli, als eine Mülltonne in Flammen aufging. Im Abstand von wenigen Tagen wurden dann weitere Brände gelegt. So brannte am 23. Juli  der Keller eines Bürogebäudes und drei Tage später ein Citroën auf demselben Gelände. In der Nacht zu Dienstag traf es eine Garage im Hawermannweg. Das Feuer hatten Beamte während der Streifenfahrt bemerkt und noch vor Eintreffen der Feuerwehr gelöscht. Vorläufiger Höhepunkt der Serie war die Brandstiftung an einem Carport, der unmittelbar an ein Wohnhaus grenzt. Glücklicherweise bemerkten die Bewohner das Feuer, sodass kein größerer Schaden entstand.

Letztmalig versuchte der mutmaßliche Täter noch in der Nacht zu Mittwoch, einen Renault in Brand zu setzen – was aufgrund der starken Regenfälle aber nicht gelang.

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