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Randale in der Rostocker Innenstadt : Polizei fahndet nach Steinewerfern

vom

Eine Welle der Gewalt schwappt über Rostock: Nachdem 80 Vermummte am Dienstagabend randalierend durch die Innenstadt gezogen waren, flogen dann in der Nacht Steine gegen mehrere Gebäude. Elf Täter wurden gefasst.

svz.de von
erstellt am 05.Jun.2013 | 07:35 Uhr

Rostock | Eine Welle der Gewalt schwappt über Rostock: Nachdem 80 Vermummte am Dienstagabend randalierend durch die Innenstadt gezogen waren, flogen dann in der Nacht zu gestern Steine gegen mehrere Gebäude. Beschädigt wurde unter anderem das Amtsgericht in der Zochstraße. Wie die Polizei gestern mitteilte, warfen Unbekannte gegen 0.30 Uhr insgesamt acht Fenster ein, in das Gebäude gelangten sie jedoch nicht. Der Wachdienst leitete noch in der Nacht eine Notverglasung in die Wege.

Vor Ort waren der Kriminaldauerdienst der Rostocker Polizei und auch ein Fährtenhund im Einsatz. "Trotz sofort eingeleiteter Nahbereichsfahndung konnten keine Personen mehr in der Nähe des Gerichts festgestellt werden", sagt eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Rostock. Jetzt werde wegen Sachbeschädigung gegen Unbekannt ermittelt. Auch bei der Ostseesparkasse (Ospa) am Dierkower Hannes-Meyer-Platz schlugen bisher unbekannte Täter zu und zerstörten mehrere Scheiben.

Indessen hat die Polizei nach der Spontan-Demo einer Gruppe Vermummter durch die Innenstadt die Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs aufgenommen. Acht Besitzer von ansässigen Geschäften hätten sich gemeldet, die Sachbeschädigungen zu beklagen hatten. Zumeist blieb es bei Verschmutzungen der Fassaden durch Farbbeutel, in einem Fall jedoch ging eine Scheibe durch die Explosion eines Feuerwerkskörpers zu Bruch. Die Polizei geht von einem Sachschaden in Höhe mehrerer tausend Euro aus.

Die Vermummten waren über den Uniplatz in Richtung der Wallanlagen geflohen und hatten sich dort in mehrere kleine Gruppen aufgeteilt. Bei einer Fahndung konnten die 25 eingesetzten Polizeibeamten insgesamt elf Personen stellen. Alle waren der Polizei den Angaben zufolge bereits aus anderen Einsätzen bekannt.

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