Rostock: 69-jähriger Mann verliert die Kontrolle über Bus : Polizei beendet gefährliche Busfahrt

Mit Blaulicht können die Rostocker Beamten den  Bus stoppen.  Zuvor alarmierten die Insassen  die Polizei. André Axmann
Mit Blaulicht können die Rostocker Beamten den Bus stoppen. Zuvor alarmierten die Insassen die Polizei. André Axmann

Mit einem Hilferuf haben am Dienstag die Insassen eines Busses die Rostocker Polizei alarmiert. Der 69-jährige Fahrer verlor die Kontrolle über das Fahrzeug, geriet mehrfach in den Gegenverkehr.

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05. Oktober 2011, 08:26 Uhr

Hansaviertel | Mit einem Hilferuf haben am Dienstagabend die Insassen eines Reisebusses die Rostocker Polizei alarmiert. Der Grund: Der 69-jährige Fahrer schien die Kontrolle über das Fahrzeug verloren zu haben, mehrmals ist der Bus in den Gegenverkehr geraten. Im Hansaviertel wurde die Fahrt endlich beendet. Zwei Streifenwagen stoppten den Bus mit Blaulicht zwischen Holbeinplatz und Parkstraße.

Ein anderer Fahrer des Unternehmens brachte die Insassen an ihr Ziel. Eingesetzt war der Bus des Reiseunternehmens Schubert aus Tessin für den Schienenersatzverkehr für die Strecke Rostock-Warnemünde. Was genau zu dem gefährlichen Fahrverhalten des Mannes geführt hat, konnten die Beamten nicht klären. Einzig der Einfluss von Alkohol konnte sofort ausgeschlossen werden. Der Atemalkoholwert lag bei null Promille.

Noch am Abend brachten die Rettungskräfte den Fahrer für weitere Untersuchungen in ein Rostocker Krankenhaus. "Er wird noch für eine Woche unter ärztlicher Kontrolle stehen", sagt Franziska Kell vom Reiseunternehmen. Sie und ihre Kollegen zeigten sich überrascht von dem Vorfall. Bisher haben sie keinerlei Informationen über den Gesundheitszustand ihres Kollegen.

Er verhielt sich zuvor ganz normal

Dieser hatte noch kurz zuvor persönlich den Bus beim Unternehmen in Tessin abgeholt. "Er war ganz normal, so wie immer", sagt Kell. Bei dem Zwischenfall am Dienstagabend sei der 69-Jährige mit seiner Fahrweise zum ersten Mal negativ aufgefallen. "Unsere Ermittlungen werden die kommenden Tage andauern", sagt Polizeisprecherin Yvonne Hanske. Neben den Rostocker Beamten waren auch Fachleute der Autobahnpolizei aus Dummerstorf im Einsatz, um die Fahrzeiten auf den Tachoscheiben zu untersuchen.

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