Graal-Müritz : Polizei-Azubis üben Rettung

Meisterten die Übung zur Zufriedenheit der Ausbilder: Anton Wolf (l.) und Tobias Dieckmann.
1 von 2
Meisterten die Übung zur Zufriedenheit der Ausbilder: Anton Wolf (l.) und Tobias Dieckmann.

22 Männer und 5 Frauen vom Bundespolizeiaus- und -fortbildungszentrum Walsrode trainieren in der Ostsee

svz.de von
29. Juni 2016, 21:00 Uhr

Um die Rettung von verunfallten Personen aus dem Wasser unter realistischen Bedingungen zu üben, absolvierten am Mittwoch 27 Polizeimeisteranwärter aus Walsrode ein Rettungsschwimmtraining an der Seebrücke in Graal-Müritz. „Das ist Teil der Ausbildung im ersten Jahr. Trainiert werden hierbei verschiedene Techniken wie das Bergen eines in Not Geratenen, das Befreien, Tieftauchen oder Beatmen“ , sagt der 1. Polizeihauptkommissar und Lehrgangsleiter Ralf Oskar Bischoff.

Dafür haben die Ausbilder drei verschiedene Szenarien in der Ostsee vor der Seebrücke simuliert: das Retten einer Person, die vom Ufer abgetrieben ist und es aus eigener Kraft nicht mehr zurückschafft, das Bergen eines Dummys, der eine untergegangenene Person darstellt und das Retten von einer abgetriebenen Person, die hyperventiliert und bewusstlos wird.

Als der 22-jährige Tobias Dieckmann und sein 26-jähriger Kollege Anton Wolf am gestellten Einsatzort ankommen, wissen sie noch nicht genau, welche Situation sie genau erwartet. Am Brückenkopf erfahren sie, dass sie einer im Wasser abgetriebenen Person zur Hilfe eilen sollen. Für beide eine händelbare Situation. Nach einem beherzten Sprung von der Brücke in die Ostsee retten sie das Opfer zur Zufriedenheit ihrer Ausbilder. Es sei zwar anstrengend gewesen, so Dieckmann nach der Rettung, aber auch spannend. Zumal die Übung jetzt das erste Mal im Freigewässer stattfand.

Unterstützt wurden die Polizeimeisteranwärter und ihre Ausbilder bei ihrem Training gestern von den Rettungsschwimmern der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Graal-Müritz. „Wir sichern die Übung ab, indem wir mit zwei Motorbooten, einem Kajak, Rettungsbrett und einem Schnorcheltaucher vor Ort sind“, sagt Renaldo Hocher von der Graal-Müritzer DLRG-Ortsgruppe. Dafür waren neben den 13 Rettungsschwimmern, die den regulären Badebetrieb am sechs Kilometer langen Strandabschnitt absicherten, zwölf weitere Kollegen im Einsatz. „Solch ein Einsatz ist für uns auch mal etwas anderes“, so Hocher.

Bis in den Nachmittag hinein waren die fünf Frauen und 22 Männer vom Bundespolizeiaus- und -fortbildungszentrum Walsrode mit den Übungen beschäftigt, die für sie Teil einer Projektwoche an der Ostseeküste waren.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen