Wasserschutzpolizei : Polizei assistiert beim Parken der Segler

Um die Sail wasserseitig abzusichern, patrouillieren Ronald Höhne und Maik Junghanns auf Warnow und Ostsee. Sie arbeiten bei der Wasserschutzpolizei-Inspektion.  Fotos: Claudia Labude-Gericke
1 von 3
Um die Sail wasserseitig abzusichern, patrouillieren Ronald Höhne und Maik Junghanns auf Warnow und Ostsee. Sie arbeiten bei der Wasserschutzpolizei-Inspektion. Fotos: Claudia Labude-Gericke

Etwa 50 Beamte patrouillieren während der Sail auf Warnow und Ostsee. Zuständigkeit beginnt an der Kaikante. Erste Halbzeit der Veranstaltung ohne Probleme

svz.de von
13. August 2016, 16:00 Uhr

Um acht Uhr morgens beginnt für Maik Junghanns und Ronald Höhne der Sail-Dienst. Am Steg vor dem Gebäude der Wasserschutz-Polizeiinspektion am Stadthafen liegt schon das Schlauchboot, mit dem beide heute auf der Warnow und im Küstenmeer-Bereich vor Warnemünde patrouillieren. Noch vor den Traditionsseglern geht es für sie aufs Wasser. Immer um Viertel erfahren beide den Seewetterbericht und wichtige Hinweise per Funk von der Revierleitzentrale Warnemünde.

Während Junghanns das Boot steuert, hat Höhne das Headset übernommen, das ihn permanent mit den Streifendienstleitern im 24 Stunden besetzten Wachraum der Inspektion verbindet. „Könnt Ihr mal nachschauen, wie viel Besatzung auf der 117-7 erlaubt ist?“, fragt Höhne ab. Von jedem Bootsvermieter liegt bei der Wasserschutzpolizei ein Bootszeugnis mit allen wichtigen Angaben. Schnell erfahren die beiden Polizeibeamten, dass sechs Mann zugelassen sind – so viele, wie beide auch auf dem kleinen Motorboot erkennen.

Der Job der beiden 51-Jährigen ist anstrengend. Während ihnen der Nieselregen ins Gesicht peitscht, halten beide die Augen nach Auffälligkeiten offen. „Wir kontrollieren in diesem Jahr besonders unter dem Gesichtspunkt der Geschwindigkeit – auch ein Videoboot ist im Einsatz“, sagt Sebastian Zimmermann. Der 40-Jährige ist seit August 2015 Leiter der Rostocker Wasserschutzpolizei-Inspektion und sorgt bei der aktuellen Auflage der Sail mit seinen Mitarbeitern von der Wasserseite her für Sicherheit. „Die besondere Herausforderung ist dabei die Zunahme der Fahrzeuge auf dem Wasser“, so Zimmermann. Geachtet werde deshalb auch auf das Einhalten der Verkehrsregeln und die Fahrtüchtigkeit. Und das im Stadt- und im Seehafen sowie vor Warnemünde zirka zwölf Seemeilen aufs offene Meer hinaus. Der Zuständigkeitsbereich der Rostocker erstreckt sich von Kühlungsborn bis Darßer Ort und landseitig bis zum Teterower See.

Bis zu den Warnemünder Molen müssen sich die Schiffe an eine Höchstgeschwindigkeit von 6,5 Knoten halten. Das gilt auch für Einsatzkräfte wie Junghanns und Höhne, deren Boot 43 Knoten schaffen würde. Während es für die Schiffsbesatzungen bei Missachtung der Regeln teuer werden kann, hat Ronald Höhne nur ein Problem, als das Polizeiboot auf dem offenen Meer Fahrt aufnimmt – der Wind weht sein Basecap vom Kopf. Doch der 51-Jährige lächelt und zaubert die Kappe hinterm Rücken wieder vor. „Das passiert einem nur einmal, dann weiß man sich zu helfen“, sagt er und zeigt auf das Band, das Basecap und Jacke verbindet.

Die Beamten der Wasserschutzpolizei sind aber nicht nur vorausschauend, sondern auch hilfsbereit, wie sich in Warnemünde zeigt. „Wir helfen mit unserer Flotte auch dabei, den großen Traditionsseglern den Weg zum Liegeplatz freizuhalten, damit kein Sportboot ihnen beim Ein- und Auslaufen und beim Wenden in die Quere kommt“, so Höhne.

Weil die Abläufe routiniert sind, gab es deshalb bis gestern Abend, zur Halbzeit der Hanse Sail, keine besonderen Vorkommnisse zu vermelden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen