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Tierischer Einsatz in Rostock : Polizei als trickreicher Hundefänger

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Beamte jagen in Rostock Hunde von bewusstlosem Herrchen.

svz.de von
erstellt am 03.Dez.2015 | 13:45 Uhr

Die Rostocker Polizei musste am Donnerstagvormittag einen tierischen und nicht alltäglichen Einsatz meistern. In Lütten Klein gingen die Beamten auf Hundejagd. Vorher wurden sie und die Rettungssanitäter, die ihrem hilflosen Herrchen eigentlich nur helfen wollten, böse angeknurrt.

Die ganze Geschichte: Augenzeugen beobachteten gegen 10.45 Uhr auf einer Wiese an der Trelleborger Straße einen regungslosen Mann und verständigten umgehend Rettungskräfte und die Polizei. Als die Sanitäter und die Polizisten eintrafen, kamen sie zunächst nicht an den etwa 45 Jahre alten Mann heran. Denn seine zwei Hunde, mit denen er Gassi gegangen war, umkreisten ihr Herrchen und "beschützen" es. Laut und böse knurrten sie in Richtung der Helfer und ließen sie nicht an ihn heran. Trick 17 musste her.

So wurde zunächst der größere der beiden Vierbeiner, ein Rottweiler-Mix, zusammen mit den Beamten der Feuerwehr-Tierrettung abgelenkt und eingefangen. Nachdem der erste Hund sicher im Wagen war, kümmerten sich die Beamten nun um den kleineren der beiden Hunde, einen Spitz-Mix. Während dieser ebenfalls abgelenkt wurde, konnten sich die Sanitäter um den hilflosen Mann kümmern.

Dieser hatte aber nach Polizeiangaben keine gesundheitlichen Probleme, vielmehr mit dem Alkohol. Er war so stark betrunken, dass er an der Wiese sich nicht mehr halten konnte, umkippte und starr liegen geblieben war. Der Mann kam in ein Krankenhaus. Mit Würstchen versuchten Polizisten und inzwischen hinzugekommene Passanten den kleinen Vierbeiner einzufangen, was immer wieder misslang. Dadurch, dass er noch über die Trelleborger Straße lief, stellte er zudem eine Gefahr für den Autoverkehr dar. Letztlich gelang es der Feuerwehr, in einem passenden Moment, ein Kescher über den Hund zu werfen und ihn somit einzufangen. Erst dann ging dieser "atemberaubende" Einsatz zu Ende.

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