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Kleingärten in Rostock : Politiker unterstützen Kleingärtner

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

OB verspricht bessere Informationen bei Bauvorhaben. Stadtplanungsamt sucht zusätzliche Flächen. Bürgerschaft positioniert sich klar.

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erstellt am 18.Apr.2016 | 05:00 Uhr

Das Stadtplanungsamt wird einen neuen Plan aufstellen, wie städtische Flächen genutzt werden – für Wohnungen, Gewerbe als Mischgebiete oder dergleichen mehr. Die Stadtpolitiker sind sich einig, dass eine Sache bei dem mittelfristigen Vorhaben nicht fehlen darf: „Kleingärten werden immer beliebter“, sagt Uwe Michaelis, Ortsbeiratsvorsitzender von Groß Klein von der SPD.

Seine Fraktion, beantragt durch den stellvertretenden Vorsitzenden Thoralf Sens, hat die Verwaltung aufgefordert darzulegen, welche neuen Flächen ausgewiesen werden können, aber auch als Ersatz für künftig wegfallende Kleingartenanlagen dienen können – für solche, auf deren Grund gemäß Bebauungsplänen Wohnland geschaffen wird. Die CDU schloss sich an. „In die Prüfung sind mit einzubeziehen: die angrenzenden Flächen des Landkreises Rostock“, fügte deren Fraktionsvorsitzender Berthold Majerus hinzu. Bis 2017 soll die Planung der Bürgerschaft vorgelegt werden. Die Bürgerschaft hat den Anträgen zugestimmt. Ellen Fiedelmeier von den Linken regte zudem an, dass auch quartiersbezogene Formen gefördert werden. „Die Verwaltung steht hundertprozentig hinter allen Vorschlägen“, versichert der Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos), „wir haben mit dem Kleingartenverband eine gute Zusammenarbeit aufgebaut“. Sie hätten den aktuellen Bedarf erkannt. „Vor einem Jahr“, so der OB, „sind wir davon ausgegangen, dass von den 15 000 Kleingärten 2000 nicht mehr benötigt werden.“ Nun gebe es eine andere Tendenz, auf die müsse und wolle er reagieren.

Dass die „Ausweisung von Ersatzflächen für die Inanspruchnahme von Kleingärten“ seit Jahren Thema in der Verwaltung sei, belegten die Kleingartenanlagen in Kassebohm und der Nobelstraße, die in rechtskräftigen B-Plänen festgesetzt sind, bezieht das Stadtplanungsamt Stellung. „Natürlich ist das ein Anfang, deckt aber den tatsächlichen Bedarf für Ersatzgärten nicht komplett ab.“

Am 20. April trifft sich Methling mit Kleingartenverbandschef Christian Seifert. Künftig wolle die Stadt die Kleingärtner besser informieren, versprach Methling.

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