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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. November 2017 | 20:52 Uhr

Rostock : Polariumsbau schreitet voran

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Grundsteinlegung im Rostocker Zoo: Fertigstellung der neuen Anlage für Eisbären und Pinguine für Spätsommer 2018 avisiert

Die Nacht war kurz für viele Gäste, die gestern zur Grundsteinlegung des Polariums in den Rostocker Zoo gekommen waren. Vor allem die Herren diskutierten über das Fußball-Pokalspiel zwischen dem FC Bayern und RB Leipzig, Universitäts-Rektor Wolfgang Schareck konnte am gleichen Tag seine Wiederwahl feiern. Und Zoo-Direktor Udo Nagel hatte geträumt – von Eisbären und Pinguinen, die ihm auf der Baustelle begegnen und immer wieder fragen, wann sie denn nun endlich ins Polarium einziehen können.

Kommt Vienna wieder zurück?

„Deshalb ist es toll, dass wir jetzt die Grundsteinlegung feiern können“, so Nagel. Da aktuell der Zeitplan des Bauvorhabens trotz kleinerer Verzögerungen eingehalten würde, geht der Zoo-Chef davon aus, dass die für den Sommer 2018 angepeilte Eröffnung klappt. Rostocker und Besucher sollen sich dann über mindestens ein Eisbären-Paar freuen dürfen. „Wir sind mit dem Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes im Gespräch“, so Nagel.

 

Geprüft würde auch, ob die Rostocker Eisbärendame Vienna, die nächstes Jahr 30 wird, für ihren Lebensabend aus Frankreich ins Polarium zurückkehren kann. Gebaut sei die neue Anlage, die den Tieren dreimal mehr Platz bietet als vorher, für drei erwachsene Eisbären und hoffentlich zahlreichen Nachwuchs. Freuen können sich Zoo-Gäste aber nicht nur auf die neue Bärenburg mit einsehbare Tauchbecken und Freigehege für die Pinguine. Das geplante Besucherzentrum vermittelt auf 185 Quadratmetern mit fünf Aquarien samt Octopussen und Moränen sowie sieben großen Quallenkreisen einen realistischen Eindruck vom Lebensraum Meer.

„Was Udo Nagel hier mit Europas schönstem Zoo auf den Weg bringt, das sprengt alle Rekorde“, so Uni-Rektor Wolfgang Schareck gestern. Während die Rostocker aktuell zur Zoologischen Sammlung der Universität gehen müssten, um einen (ausgestopften) Eisbären zu sehen, würde ab 2018 den Tieren eine Anlage geboten, die ihresgleichen sucht.

Zoo-Verein plant die Besucherbetreuung

Über die Verbesserung der Haltungsbedingungen für Eisbären und Pinguine freut sich auch Mirko Strätz, der Vorsitzende des Zoo-Vereins. Dessen Mitglieder überlegen bereits, ob und wie sie sich beim Polarium einbringen können. „Wahrscheinlich wieder als Besucherbetreuer, wie wir es schon beim Darwineum tun“, so Strätz. Dass der Zoo mit dem Neubau des Polariums für einen weiteren ganzjährigen Besuchermagneten sorge, erklärte Harry Glawe (CDU). „Wir werden auch in den kühlen Monaten stärker nachgefragt. Das zeigt, wie wichtig gerade Investitionen in saisonunabhängige Angebote sind. Hier geht der Rostocker Zoo mit gutem Beispiel voran“, so der Wirtschaftsminister.

Auch wenn das Polarium erst im Spätsommer des großen Rostocker Geburtstags-jahres fertig werden wird, so kündigte der Zoo-Direktor bereits gestern Überraschungen zum Stadtjubiläum an. So soll auf dem Tierparkgelände dann ein Greif vom gleichen Künstler stehen, der bereits das Exemplar am Steintor schuf. Das schönste Geschenk aus dem Zoo wäre natürlich ein neues Eisbären-Baby. „Aber das wird noch mindestens zwei Jahre dauern“, so Udo Nagel.

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