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Norddeutsche Neueste Nachrichten

20. September 2017 | 00:32 Uhr

Zoo-Attraktion : Polarium: Jetzt ist Rostock am Zug

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Für den geplanten Neubau braucht der Zoo 3,4 Millionen Euro von der Stadt

von
erstellt am 09.Mai.2014 | 08:00 Uhr

Möglichst schon 2015 will der Zoo mit dem Bau seiner nächsten Attraktion beginnen, dem Polarium. Es soll Eisbären und Pinguinen eine Heimat bieten, die auch modernen Standards gerecht wird. Damit das 9,75 Millionen Euro teure Vorhaben umgesetzt werden kann, ist der Zoo allerdings auf die finanzielle Hilfe der Stadt angewiesen. Genau die will Sybille Bachmann, Chefin der Fraktion Rostocker Bund/Graue/Aufbruch 09, nun über einen Beschluss der Bürgerschaft absichern.

Zur Sitzung am Mittwoch hat sie gemeinsam mit SPD und CDU einen Antrag eingebracht, demzufolge Rostock seinem Tochterunternehmen einen 3,4-Millionen-Euro-Zuschuss zusichert. Das restliche Geld will der Zoo über Fördermittel einwerben. Damit diese fließen, muss er allerdings zwischen 18 und 30 Prozent der Bausumme als Eigenanteil nachweisen. „Da seitens des Zoos kein Eigenkapital zur Verfügung steht, wäre dieser Eigenanteil über langfristige Darlehen zu finanzieren“, sagt Bachmann. Die Finanzspritze der Stadt soll daher über zehn Jahre hinweg ausgezahlt werden.

Sie wird unter anderem benötigt, um den Anschluss von Wasser und Strom zu gewährleisten, Gehwege einzurichten oder auch Unterkünfte für Tiere, die derzeit auf dem Planungsgebiet leben, zu schaffen. Im Idealfall könnte der gesamte Komplex bereits im Sommer 2016 eingeweiht werden. Der Zoo verspricht sich von der neuen Attraktion nochmals einen spürbaren Besucherzuwachs. Sie ist aber auch deswegen nötig, weil die bestehende Eisbärenanlage von 1958 weder den heutigen Anforderungen des Bundesnaturschutzgesetzes noch des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms für Eisbären entspricht. „Will der Zoo sein Wappentier nicht verlieren, ist ein Neubau zwingend erforderlich“, sagt Bachmann.

Die Alternative wäre der Abriss des alten Geheges für mehr als zwei Millionen Euro. „Die auf Besucherzuwachs und Fachwelt strategisch gerichtete Variante Neubau ist somit auch eine echte wirtschaftliche Alternative“, so die Fraktionsvorsitzende.

Nach dem Darwineum ist das Polarium das nächste Großprojekt des Zoos. Ähnlich wie in dem Haus für die Menschenaffen will die Einrichtung auch hier einen bildungspolitischen Anspruch verfolgen. So sollen die Besucher unter anderem darauf aufmerksam gemacht werden, was sie für den Natur- und Artenschutz tun können. Schließlich sind viele Tiere im ewigen Eis vom Aussterben bedroht, so Zoo-Direktor Udo Nagel.

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