Zoo Rostock : Polarium für Eisbären soll Anfang 2018 fertig sein

So soll es schon bald im Ausstellungsbereich des neuen Polariums im Rostocker Zoo aussehen.
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So soll es schon bald im Ausstellungsbereich des neuen Polariums im Rostocker Zoo aussehen.

Jahrzehntelang lebten die Eisbären im Rostocker Zoo unter widrigen Bedingungen. Das soll sich ab 2018 ändern. Dann soll das Polarium fertig sein.

svz.de von
16. Juni 2016, 13:51 Uhr

Nach dem 2102 eröffneten Darwineum für die Menschenaffen eine weitere Großinvestition für den Zoo.

Die Planungen für das Polarium im Rostocker Zoo, der neuen Heimstätte der Eisbären und Pinguine, werden immer konkreter. Das knapp zehn Millionen Euro teure Objekt soll bis zum 800. Stadtjubiläum Anfang 2018 fertiggestellt sein, sagte Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) am Donnerstag in Rostock. 90 Prozent der Kosten werde das Land tragen. Die Rostocker hätten bisher 60 000 Euro gespendet und damit ein deutliches Zeichen für den Zoo gesetzt, betonte der OB.

Das Polarium werde eine große, unterteilbare Anlage für die Eisbären mit einsehbaren Tauchbecken und das Pinguin-Freigehege beherbergen. Sie sei für drei erwachsene Eisbären und ihren Nachwuchs ausgelegt. Dazu kommen ein Versorgungstrakt und das Besucherzentrum, das über polare Lebensräume und ihre Bewohner informieren wird.

Dort sollen die Besucher das Gefühl erhalten, in eine andere Welt einzutauchen, wie Zoodirektor Udo Nagel sagte. „Wer zukünftig das Polarium betritt, geht auf eine Erlebnisreise von Pol zu Pol - vom Lebensraum der Eisbären am Nordpol bis zum südpolaren Verbreitungsgebiet der Pinguine.“ Es werde über die Fähigkeiten des Tiere zur Anpassung an so extreme Lebensbedingungen berichtet. „Es geht aber auch um unsere eigene Verantwortung, die Überlebenschancen der Könige der Arktis in freier Natur wieder zu verbessern“, betonte Nagel.

Unterdessen laufen die Vorbereitungen für den geplanten Abriss der historischen Bärenburg aus dem Jahr 1958. Ende Dezember oder Anfang Januar soll er beginnen. Damit neige sie die Ära der legendären Burg, in der mehrere Rostocker Bären-Generationen aufgewachsen sind, dem Ende entgegen. Zookuratorin Antje Zimmermann sei bereits auf der Suche nach Ausweichquartieren für die aktuellen Bewohner Vilma, Vienna und dem inzwischen eineinhalbjährigen Fiete. Um Stress während der Bauarbeiten zu vermeiden, würden auch die Pinguine in andere Einrichtungen abgegeben.

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