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Plus elf Prozent: Heizölpreise steigen auf Rekordniveau

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erstellt am 08.Feb.2012 | 07:55 Uhr

Schwerin | Wer in diesen Tagen Heizöl nachkaufen muss, der hat schlechte Karten. Überall in Mecklenburg-Vorpommern hat die Kältewelle den Heizölpreis auf den höchsten Stand seit dem Sommer 2008 getrieben. Für 100 Liter Heizöl mussten die Verbraucher gestern in Rostock, Neubrandenburg, Waren und Güstrow 95,56 Euro bezahlen (bei Abnahme von 3000 Litern). Das ist ein Preisanstieg um 11 Prozent im Vergleich zum niedrigsten Wert im Dezember (19.12).

Wie aus dem täglichen Marktüberblick des Heizölhändlers FastEnergy weiter hervorgeht, war gestern das Heizöl in Schwerin und in Teilen der Landkreise Nordwestmecklenburg sowie Ludwigslust-Parchim mit 91,20 Euro etwas günstiger zu haben. Der Durchschnittspreis in Mecklenburg-Vorpommern lag bei 93,20 Euro und damit im Bundestrend.

"Die Nachfrage nach Heizöl ist sprunghaft gestiegen und die Versorgung der Raffinerien und Tanklager durch zugefrorene Flüsse stark behindert", schreibt der Heizölhändler FastEnergy als Begründung für den Preisanstieg auf seiner Internet-Seite. Viele Verbraucher seien nicht ausreichend auf den Kälteeinbruch vorbereitet gewesen und mussten kurzfristig nachbestellen. Auch Firma Tecson in Felde (Schleswig-Holstein) teilte mit: "Viele Heizölverbraucher wurden regelrecht kalt erwischt." Die Lieferzeiten hätten sich regional unterschiedlich auf zwei bis vier Wochen verlängert.

Rohöl ist ebenso mit mehr als 116 Dollar für ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent so teuer wie noch nie in diesem Jahr. Obwohl der Euro auf dem Devisenmarkt leicht gegenüber dem Dollar gewonnen hat, wird es am heimischen Heizöl-Markt weiter deutlich nach oben gehen. FastEnergy rechnete gstern mit Aufschlägen von mindestens einem Cent pro Liter. "Nachdem bereits der höchste Stand seit dreieinhalb Jahren erreicht worden ist, geht es nun Richtung Allzeithoch vom Juli 2008", so der Heizölhändler.

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