Rostock : Pleite: DMR muss Insolvenz anmelden

Die DMR Produktionsgesellschaft mbH hat Insolvenz angemeldet. Grund dafür ist, dass das Unternehmen mit Sitz in der Rostocker Südstadt zahlungsunfähig ist. Die Mitarbeiter sind gestern davon informiert worden.

svz.de von
03. Mai 2013, 10:13 Uhr

Rostock | Die DMR Produktionsgesellschaft mbH hat Insolvenz angemeldet. Grund dafür ist, dass das Unternehmen mit Sitz in der Rostocker Südstadt zahlungsunfähig ist. Die rund 200 Mitarbeiter des Metallbearbeitungsbetriebes sind gestern von der Geschäftsführung über die Insolvenz informiert worden. Ihre Löhne und Gehälter sind vorerst durch das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit gesichert. "Der Insolvenzantrag ist nicht das Ende des Unternehmens", sagt Geschäftsführer Jörg Paschen. "Im Gegenteil: Die Insolvenz bietet die reelle Chance eines Neustarts." Ziel sei es, die DMR zu sanieren und fortzuführen. Beraten wird die Produktionsgesellschaft in der Insolvenz durch die HWW Unternehmensberater GmbH. Zunächst wurden verschiedene Möglichkeiten der Firmensanierung erarbeitet. Nun soll die Lösung der Finanzprobleme angegangen werden. Dabei will die Geschäftsführung sowohl das Unternehmen als auch so viele Arbeitsplätze wie möglich retten.

Die DMR Produktionsgesellschaft ging 2011 aus einem Zusammenschluss der RMT Maschinenbau GmbH und der DMR Mechanische Werkstätten GmbH hervor. Dabei liegen die Wurzeln der Firma laut Unternehmensangaben in der klein-, mittel- und großmechanischen Fertigung sowie im Stahlbau des ehemaligen Dieselmotorenwerkes Rostock.

Gefertigt werden bei der DMR Produktionsgesellschaft Bauteile mit einem Gewicht von bis zu 130 Tonnen. Diese werden wärmebehandelt, mechanisch bearbeitet und oberflächenbehandelt. Kunden kommen unter anderem aus den Bereichen Turbinen-, Getriebe- und Windkraftanlagenbau. Auch moderne maritime Umweltanlagen werden hier gefertigt.

Im laufenden Geschäftsjahr 2012 hat die DMR Produktionsgesellschaft eigenen Angaben zufolge einen Umsatz von 12,1 Millionen Euro erwirtschaftet. Seit seiner Gründung vor rund zwei Jahren hat das Rostocker Unternehmen insgesamt 25 Millionen Euro investiert, unter anderem in Lasermesstechnik. Der Geschäftsbetrieb im Drei-Schicht-System läuft laut Firmenaussagen trotz Insolvenz in vollem Umfang weiter.

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