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Norddeutsche Neueste Nachrichten

19. November 2017 | 00:42 Uhr

Neuer Markt Rostock : Planer arbeiten an der Nordkante

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Lückenschluss am Neuen Markt: Quartierblatt mit Vorgaben für die insgesamt vier Neubauten soll bis Herbst fertig sein

von
erstellt am 29.Mai.2015 | 12:00 Uhr

Bis Herbst soll das Quartierblatt für die Bebauung der Nordkante Neuer Markt fertig sein. Auf dessen Grundlage können die Rostocker dann über die konkrete Gestaltung der insgesamt vier großen Neubauten diskutieren, die frühestens ab 2017 errichtet werden. Vorgesehen sind ein Giebelhaus direkt am Neuen Markt, zwei Wohn- und Geschäftshäuser zwischen Straßenbahn, Vogelsang und Kleiner Wasserstraße sowie ein Rathausanbau.

„Aktuell entwickeln wir Gestaltungsrichtlinien für die hochbaulichen Wettbewerbe. Der Schritt vom Städtebau zur Architektur ist eine große Herausforderung“, sagt Sabine Müller, Geschäftsführerin von Smaq. Der Entwurf des Berliner Architekturbüros hatte in einem städtebaulichen Ideenwettbewerb den Zuschlag erhalten. Gestern stellte Müller die jetzt verfeinerten Grundzüge der Planung auf dem Immobilientag im Radisson Blu Hotel vor.

„Allein schon von der Parzellengröße her kann man es nicht so aufbauen, wie es früher einmal war“, sagt die Architektin. Der Neubau an der Nordkante soll sechs Geschosse umfassen, von denen aber nur die vier unteren optisch wahrzunehmen sein sollen. Vor die zwei Wohn-Dachgeschosse werden wie an den Häusern rundum Giebel gesetzt. Im Erdgeschoss könnten Cafés mit Außenbereich direkt in der Sonne und kleinteiliger Einzelhandel angesiedelt werden. Vor allem aber „ist eine große kulturelle Nutzung, etwa als Haus des Buches, angedacht“, so Müller.

Wie der Neubau auf der anderen Seite der Straßenbahnschienen nimmt das Giebelhaus die Arkaden auf der Nordseite der Langen Straße auf. „Ohne sie bekommen wir den Fußgänger- und Radfahrerverkehr und die bauliche Dichte gar nicht hin“, sagt Müller. Zwei der Blöcke sind für die Stadtverwaltung reserviert. „Unterlegt ist das ganze mit einer großen Tiefgarage“, so die Architektin. Die Stellflächen auf den insgesamt drei Ebenen sind allerdings nicht öffentlich, sondern ausschließlich für die Nutzer der Neubauten vorgesehen.

Den Rathauskomplex will die Stadt über ihre Eigenbetriebe selbst umsetzen, für die anderen Gebäude werden noch Investoren gesucht. Müller betont aber, dass die jetzt vorgelegten Grundzüge in der Baugenehmigung festgeschrieben werden sollten. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass die Investoren aus wirtschaftlichen Gründen auf optische Feinheiten wie die Giebelgestaltung verzichten könnten.

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