Urlaubs-Betrug Kühlungsborn : Phantombilder veröffentlicht: Mehr als 50 Hinweise

Vor der Sendung: Ermittler Stefan Baudler (l.) mit Staatsanwalt Thomas Peters im Studio von „Aktenzeichen XY...ungelöst“.  Fotos: Polizei
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Vor der Sendung: Ermittler Stefan Baudler (l.) mit Staatsanwalt Thomas Peters im Studio von „Aktenzeichen XY...ungelöst“. Fotos: Polizei

Nach Ausstrahlung bei „Aktenzeichen XY ungelöst“ nimmt der Fall vom Sommer 2014 neue Fahrt auf

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22. Januar 2016, 06:00 Uhr

Gibt es Hoffnung für die Opfer des Ferienwohnung-Betrugs in Kühlungsborn? Nachdem der Fall aus dem Sommer 2014 am Mittwoch in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ ausgestrahlt wurde, meldeten sich bereits 50 Hinweisgeber bei der Rostocker Kripo. „Jede nach der Sendung eingegangene Mitteilung wird von den Beamten geprüft. Ob eine heiße Spur dabei ist, werden die Ermittlungen zeigen“, sagt Polizei-Sprecherin Isabel Wenzel.

In der Fernsehsendung waren Phantombilder gezeigt und die Tonaufnahme der Stimme eines mutmaßlichen Täters abgespielt worden. Laut Polizei beziehen sich die bisherigen Hinweise, die aus der Region aber auch aus der ganzen Republik stammen, größtenteils auf die Phantombilder. Nach gegenwärtigem Ermittlungs-Stand geht die Polizei von mindestens zwei männlichen Tätern und einer weiblichen Komplizin aus.

Das Trio hatte im Sommer 2014 Urlaubswillige aus der gesamten Republik um mehrere Zehntausend Euro geprellt, indem sie im Internet eine Ferienwohnung in Kühlungsborn anboten, die ihnen gar nicht gehört. Bevor der Betrug aufflog, hatten bereits 58 Geschädigte Anzahlungen oder sogar die kompletten Urlaubskosten auf das Konto eines Strohmannes überwiesen. In zwei Fällen wurde das Geld bar übergeben. Während der Strohmann gefasst und verurteilt wurde, fahndet die Polizei weiter nach den Tatverdächtigen.

Der gesuchte Mann ist 45 bis 50 Jahre alt, 1,70 bis 1,75 Meter groß und kräftig. Er hatte dunkelblonde kurze Haare und trug eine Brille. Er könnte inzwischen sein Aussehen verändert haben. Er nannte sich „Uwe“ und sprach mit süddeutscher Einfärbung. Die tatverdächtige Frau ist 45 bis 50 Jahre alt, etwa 1,60 Meter groß, zierlich und hatte dunkle, halblange Haare. Sie trat einmal mit, einmal ohne Brille auf und sprach hochdeutsch mit ostdeutscher Einfärbung. Sie wurde am 9. August 2014 gegen 14.30 Uhr auf dem Parkplatz am Groß Schwaßer Weg sowie auf dem Parkplatz vor dem Baumarkt Bauhaus, An den Griebensöllen 1, gesehen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Banden- und gewerbsmäßigen Betruges. „Das genaue Strafmaß hängt natürlich auch von strafmildernden oder strafverschärfenden Umständen ab, die wir bisher nicht kennen, weil die Täter noch nicht ermittelt sind“, sagt Staatsanwaltschafts-Sprecher Harald Nowack.

Für Hinweise, die zur Ermittlung der Täter führen, winken 3000 Euro Belohnung. Die eigens für Hinweise geschaltete Hotline ist noch bis zum 25. Januar aktiv.

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