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Pflüger zeigen in Dummerstorf den Fortschritt der Technik

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erstellt am 28.Apr.2013 | 06:44 Uhr

Dummerstorf | Die Anstrengung ist Zwei- und Vierbeinern anzumerken: Nach den ersten Furchen glänzt das Fell der Pferde und sie atmen schneller. Landwirt Erich Prüter aus Dummerstorf lässt Tiere und Pflug wenden - und schon geht es weiter daran, den Acker zu bearbeiten, wie es auf dem Feld neben ihm auch Jens Suhr und Wolfgang Schmidt mit ihren Pferden tun.

Die Vorführung der Gespannpflüge gehört zum 22. Pflügerwettbewerb, zu dem der Bauernverband Bad Doberan und das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umweltschutz Mittleres Mecklenburg am Sonnabend nach Dummerstorf geladen haben. Viele neugierige Zuschauer aus dem ländlichen Raum und der Stadt sind auf die Ackerflächen vom Gut Dummerstorf gekommen und konnten dort den Fortschritt der Technisierung bewundern. "Wenn alles gut lief, hat man früher mit dem Gespannpflug einen Hektar Acker pro Tag bearbeiten können - mithilfe der Technik schaffen die Landwirte heute 30 bis 40 Hektar", sagt Till Backhaus. Der SPD-Landwirtschaftsminister kennt sich aus, holte zu DDR-Zeiten selbst einen Meistertitel im Pflügen.

In Dummerstorf beobachtete er die zehn angetretenen Facharbeiter sowie zwei Auszubildende, die mit ihren Beet- beziehungsweise Drehpflügen die für sie abgesteckten Ackerflächen bearbeiteten. Hauptschiedsrichter Dr. Willi Ring überwachte zusammen mit seinen Mitstreitern die Einhaltung der Regeln. Bei der Bewertung geht es Ring zufolge um drei Kriterien: Erstens die Beherrschung der Technik, also die Beachtung der Arbeitstiefen und -breiten sowie der Geschwindigkeit. Außerdem sei wichtig, dass die Pflüger ökonomisch und ökologisch arbeiten, also exakt das Feld ausmessen, nicht unnütz leer fahren und das organische Material gut in den Boden einbringen. Das sei nicht nur bei Wettbewerben, sondern generell in der Landwirtschaft wichtig. "Denn damit der Boden gesund bleibt, braucht er Luft und organische Substanzen", sagt Ring. "Mit dem Pflügen tun wir also viel dazu, dass Pflanzen und Tiere gut leben und wir Menschen gesund ernähren können", sprach der Schiedsrichter den Anwesenden aus der Seele.

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