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12. Dezember 2017 | 03:54 Uhr

Zuschuss vom Land : Pflegewohngeld bleibt

vom

Bezieher von Pflegewohngeld können auch weiterhin mit einem Zuschuss vom Land rechnen. Die Landesregierung habe sich darauf verständig, die ursprünglich bis Ende 2012 befristete Leistung weiter zu zahlen.

svz.de von
erstellt am 25.Jan.2012 | 11:56 Uhr

Schwerin | Bezieher von Pflegewohngeld können auch weiterhin mit einem Zuschuss vom Land rechnen. Die Landesregierung habe sich darauf verständig, die ursprünglich bis Ende 2012 befristete Leistung weiter zu zahlen, erklärte die Ministerin für Arbeit, Gleichstellung und Soziales Manuela Schwesig (SPD) jetzt in Schwerin.

Das Pflegewohngeld wird in Mecklenburg-Vorpommern seit 2004 gezahlt. Es soll auffangen, dass Heimbewohner in ganz unterschiedlicher Höhe an den Investitionskosten des Heimes beteiligt werden können. Für Heime, die zwischen 1995 und 2003 modernisiert oder neu gebaut wurden, gab es eine hundertprozentige Investitionsförderung vom Land - in diesen Fällen durften nur minimale Investitionskosten in Rechnung gestellt werden. Heime, in die investiert wurde, durften dafür pro Bewohner bis zu 76 700 Euro an Investitionskosten umlegen - "pro Platz und Monat konnten so zwischen 90 und 600 Euro monatlicher Umlage auf die Bewohner zukommen", rechnet die Ministerin vor. Um hier eine Ungleichbehandlung auszuschließen und um soziale Härten zu mildern, wurde das Pflegewohngeld eingeführt. Ein Eigenanteil von 100 Euro ist in jedem Fall zu tragen, maximal können pro Monat 200 Euro Pflegewohngeld gezahlt werden. Tatsächlich liegt der durchschnittliche Zahlbetrag bei 100 Euro im Monat.

"Jährlich werden über 7 Millionen Euro Steuergelder für das Pflegewohngeld ausgegeben", umreißt die Ministerin die Dimension."Davon profitieren 5600 der landesweit über 30 000 Pflegebedürftigen." Auf Dauer sei dies unhaltbar, so Schwesig, zumal knapp 3000 der Pflegewohngeldempfänger dennoch Sozialhilfe beziehen müssten. "Anliegen war aber ursprünglich, durch das Pflegewohngeld das Abrutschen in die Sozialhilfe zu verhindern". Künftig wolle die Landesregierung verstärkt die Betreuung in den eigenen vier Wänden fördern. Schließlich sei es der Wunsch der meisten Menschen, auch im Alter in der eigenen Wohnung zu leben.

Neuanträge auf das Pflegewohngeld sollen daher ab 2013 nicht mehr möglich sein. "Legt man eine durchschnittliche Heimverweildauer von vier Jahren zugrunde, dürfte die Leistung damit spätestens 2017 endgültig ausgelaufen sein", so Schwesig.

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