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Norddeutsche Neueste Nachrichten

19. November 2017 | 21:02 Uhr

Pfleger demonstrieren mit Autokorso

vom

svz.de von
erstellt am 14.Aug.2012 | 08:21 Uhr

Stadtmitte | Hupen hallen im Stadthafen und bis in die Innenstadt, die Polizei hat die Straße Am Strande teilweise gesperrt für einen Korso mit rund 200 Auto. Gestern haben Pflegedienstmitarbeiter aus ganz MV gegen die Kürzungen der Krankenkassen demonstriert.

"Zeit, die wir für die Arbeit einfach brauchen, wird uns von der AOK, IKK und BKK nicht mehr zugestanden", sagt Raik Radloff. Er ist im Organisationsteam der Demo und führt zusammen mit seinem Bruder eine Pflegediensteinrichtung in Rostock mit 34 Mitarbeitern. Nicht alle von ihnen konnten zur Demo kommen, manchen kümmerten sich um Patienten. Dass überhaupt so viele da sein konnten - 500 Pfleger, Krankenschwestern und andere rückten an - musste gut geplant werden. Aber sie wollen nicht klein beigeben, sagt Radloff.

Seit dem 1. August gilt die neue Vergütungsvereinbarung, wie die gesetzlichen Krankenkassen, beziehungsweise deren Verbände, die häusliche Krankenpflege in MV finanzieren. Neben Zeiten wurden auch Anfahrtspauschalen gekürzt. Die Finanzierung fällt insgesamt geringer aus als in anderen Ländern. Das gehe in MV zu Lasten der Patienten, für die kaum Zeit eingeräumt würde, sagt Radloff. Auch die Pflegedienstleister litten unter finanziellen Einbußen. Nachwuchs in der Pflege zu werben, sei so sehr schwer. Ohnehin sei der Verdienst gering. Mehr Pflegehilfskräfte und damit relativ Ungelernte zu beschäftigen, sei keine Option. Das senke den Anspruch an die Pflege, wie die Kürzungen auch. Der Autokorso rollte gestern mit lauten Hupen und Transparenten von der Fischerbastion zum Werftdreieck, über die Doberaner Straße, die August-Bebel-Straße und zurück bis zur Fischerbastion.

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