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22. Oktober 2017 | 10:12 Uhr

Pflegemesse lockt Besucher

vom

svz.de von
erstellt am 24.Okt.2012 | 07:27 Uhr

Schmarl | Die Themen Rehabilitation und Pflege sind dieser Tage in aller Munde. Zum zweiten Mal lädt die Hansemesse in Rostock-Schmarl zur Pflegemesse ein. Noch bis zum 26. Oktober können sich Firmen, Privatpersonen und Pflegende über Innovationen im Bereich Pflegehilfsmittel, Hygiene und Ernährung informieren und einem der zahlreichenVorträge beiwohnen.

Gestern, am Eröffnungstag der Messe, wurde der jährliche Landesaltenpflegepreis verliehen. Eine Auszeichnung, die die Leistung regionaler Pflegedienstleister würdigt. Hier wurden das Pflegeheim Südhus Rostock für seine Kneipp-Therapie mit dem dritten Platz und somit 500 Euro ausgezeichnet. Den zweiten Platz, der mit 1000 Euro dotiert war, belegte das katholische Alten- und Pflegeheim St. Nikolaus aus Parchim. Das Caritasgetragene Heim bietet den Bewohnern einen Garten der Generationen an, indem Schüler der Region mit den Senioren in Kontakt treten. Den ersten Preis und somit 1500 Euro erhielt das Sozialzentrum Grünhufer Bogen. Hier schuf man einen Begegnungsort für Anwohner und Heimbewohner. Auch eine Kita ist dort integriert. "Der Preis ist eine Ehre für unsere Arbeit und die glücklichen Senioren zeigen uns täglich, dass unser Weg richtig ist", sagt Zentrumsleiterin Anett Mülling.

Ein weiterer Schwerpunkt der Messe liegt auf dem Gewinn neuer Fachkräfte. "Nach wie vor sind die Familien die größten Pflegedienstleister des Landes - gerade vor diesem Hintergrund müssen Fachkräfte gewonnen und auch gehalten werden", sagt Manuela Schwesig (SPD), Ministerin für Arbeit, Gleichstellung und Soziales in Mecklenburg Vorpommern. Im Eingangsbereich der Messehalle können sich Interessierte über Jobangebote regionaler Arbeitgeber informieren.

Darüber hinaus wird die Messe fachlich durch den Landespflegekongress begleitet. Am 25. Oktober wird es um die Ausbildung in den Pflegeberufen, deren Finanzierung sowie die Pflegenden gehen. Am 26. Oktober lockt die Pflegemesse mit 12 verschiedenen Seminarangeboten. Darunter Neuerungen in der Insulininjektion, Rehabilitationssport und Sturzprophylaxe. Auch Gewalt in der Pflege wird in einem der Seminare thematisiert.

Auf einer Aktionsfläche können Besucher zusammen mit dem Verband für Behinderten- und Rehabilitationssport Mecklenburg-Vorpommern (VBRS) jeden Nachmittag testen, wie sich alltägliche Hürden mit dem Rollstuhl überwinden lassen. "Gerade Kinder sind davon begeistert - da müssen wir ansetzen, um Vorurteilen vorzubeugen", sagt Fachbereichsleiter des VBRS, Dirk Möller. Ausserdem werden hier Sportarten präsentiert, wie das paralympische Boccia oder das Rollstuhlfechten.

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