Hilfe : Pflegedienst startet Moped-Projekt

Schlüsselübergabe: Tom Karst und Stefanie Mucha von der Stadtmission wurden bei der Wahl des Rollers von René Podszus (l.) beraten.
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Schlüsselübergabe: Tom Karst und Stefanie Mucha von der Stadtmission wurden bei der Wahl des Rollers von René Podszus (l.) beraten.

Ab sofort auf zwei Rädern unterwegs: Die Rostocker Stadtmission führt den Roller ein

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01. Juli 2014, 12:00 Uhr

Wenn Tom Karst mit dem Moped unterwegs ist, dann erinnert dieser Auftritt an eine Szene aus dem Defa-Fernsehfilm „Schwester Agnes“. Zwar ist Tom keine Schwester, aber dafür Krankenpfleger und genau wie sein Vorbild aus dem DDR-Streifen fährt er mit dem Moped zu Patienten, um ihnen zu helfen und sie zu betreuen. Tom Karst arbeitet bei dem ambulanten Pflegedienst der Rostocker Stadtmission. Als erster Pflegedienst in Rostock unternimmt die Diakonie Sozialstation ihre Touren nun auch auf dem Moped. Gestern nahm Stefanie Mucha, die Leiterin des Pflegedienstes, die Schlüssel für das Moped entgegen. Die ersten Probefahrten durften die Mitarbeiter des Pflegedienstes aber schon in der vergangenen Woche unternehmen. „Das Moped kommt bei den Patienten sehr gut an. Viele erinnern sich an ihre Jugend, als sie selber noch mit der Schwalbe unterwegs waren“, erzählt Tom Karst. „Die populäre Schwester Agnes war ja auch in den 70er-Jahren mit weißem Häubchen auf einem Schwalbe-Roller zu ihren Patienten unterwegs“, ergänzt seine Kollegin, Stefanie Mucha, die auch die Idee für das Moped-Projekt hatte. „Der Roller ist für die Innenstadt perfekt. Auch die mühsame Suche nach Parkplätzen ist damit aus dem Weg geräumt“, so Mucha.

140 Patienten betreut der ambulante Pflegedienst der Stadtmission derzeit. 20 Mitarbeiter sind im Schichtsystem im Einsatz. Der Tourenplan ist voll. Einige der Patienten bekommen sogar mehrmals täglich Besuch von einer Schwester. „Mit dem Moped kommen wir schneller durch die Stadt. So haben wir auch mehr Zeit für die Patienten“, sagt Mucha. Die 27-Jährige wollte nie etwas anderes werden als Krankenschwester. Bis vor zwei Jahren hat sie in Neubrandenburg in einer Klinik für Psychiatrie gearbeitet. Der Liebe wegen kam sie nach Rostock. Im Alter von 25 Jahren hat sie sich auf die Stelle als Pflegedienstleiterin beworben – und den Job bekommen. „Wir haben Patienten in Reutershagen, der Stadtmitte und in Groß Klein. Wir wollen uns aber auch gerne noch vergrößern“, sagt Mucha. Dann könnte auch noch ein zweiter Roller angeschafft werden. „Der Roller ist ganzjährig zugelassen. Das ist einfach praktisch“, ergänzt sie.


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