Pfeifen und Bügeleisen unterm Hammer

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30. Mai 2012, 10:19 Uhr

Südstadt | Tam Nguyen ist stolzer Besitzer einer neuen Pfeife - zumindest neu für ihn. Bei der Fundsachen-Versteigerung gestern vor dem Stadtamt im Charles-Darwin-Ring hatte er am meisten für das Objekt geboten. "Ich freue mich total, besonders weil die Pfeife nur zehn Euro gekostet hat", sagt er. Dass die schon jemand anderes zum Rauchen benutzt hat, stört den Schüler nicht.

Er war einer von rund 250 Versteigerungsfans, die bei der Auktion auf Schnäppchenjagd gingen. Objekte der Begierde waren vor allem Fahrräder in allen Größen und Farben. Vor Abgabe ihrer Gebote hatten die Besucher noch Gelegenheit, die Räder und allerhand anderen Kleinkram unter die Lupe zu nehmen. Aufgeregt und mit fachmännischen Blicken inspizierten sie potenzielle Ersteigerungsobjekte, die ein ganzes Jahr lang von der Stadt gesammelt wurden. Sie zählen zu den Dingen, die an öffentlichen Orten wie auf Spielplätzen, am Bahnhof oder am Straßenrand vergessen oder einfach liegen gelassen wurden. Jeweils Ende Mai werden diese dann versteigert.

"Bei uns gibt es immer einen sehr großen Andrang", sagt Andrea Albrecht, Mitarbeiterin des Fundbüros. Dafür sorgen auch die skurrilen Angebote, die unter den Hammer kommen. Etwa ein Bügeleisen, verschiedene Werkzeuge oder Taschen mit unbekanntem Inhalt. "Die Einnahmen gehen direkt in die Stadtkasse", so Albrecht. Besitzer hatten bis einen Tag vor der Auktion Zeit, ihre verlorenen Gegenstände zurückzubekommen.

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