Rostock : Pfefferspray-Attacke fordert zehn Verletzte

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Auseinandersetzung in Rostocker Straßenbahn nach Mühlenfest fordert zehn Verletzte: Angreifer sprüht mit Reizgas umher

svz.de von
10. September 2017, 07:08 Uhr

Der Angriff mit Reizgas eines bislang unbekannten Täters auf ein Pärchen in einer Rostocker Straßenbahn hat in der Nacht zum Sonntag gleich zehn verletzte Fahrgäste zur Folge gehabt. Damit wurde die zunächst mit sieben angegebene Zahl von der Polizei noch nach oben korrigiert. Zu dem Vorfall kam es laut Polizei gegen Mitternacht.

Wie Torsten Sprotte aus dem Polizeipräsidium Rostock sagte, sei ein bislang noch nicht verifizierter Täter in der Martin-Niemöller-Straße in eine Straßenbahn gestiegen. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich eine Vielzahl von Fahrgästen in der Bahn, da das nahe stattfindende Mühlenfest zu Ende gegangen war. Laut Sprotte entwickelte sich in der Tram aus noch nicht näher bekannten Gründen ein Streit zwischen dem späteren Tatverdächtigen und einem Pärchen.

Der Tatverdächtige zückte während des Disputs Reizgas und sprühte im Inneren der Straßenbahn umher. An der nächsten Haltestelle, dem Dierkower Kreuz, brachte der Fahrer die Bahn zum Halten und öffnete alle Türen, damit das Pfefferspray entweichen konnte. Offenbar nutzte dies der Täter und flüchtete. Durch das reizende Gas erlitten insgesamt sieben Fahrgäste Augenreizungen. Alle wurden von hinzugerufenen Sanitätern und einem Notarzt untersucht.

Aufgrund der Vielzahl von zum Teil alkoholisierten Jugendlichen kam die Polizei gleich mit mehreren Streifenwagen zum Einsatz. Die Beamten haben Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung eingeleitet.

 

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