Rostock : Petrus dirigiert die 19. Klassiknacht

Zu Gershwin, Sousa, Strauß und Bernstein gibt vor allem der Regen den Ton an zur 19. Klassiknacht. Auf die klassische Wetterlage vorbereitet waren die allermeisten der 3000 Gäste.
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Zu Gershwin, Sousa, Strauß und Bernstein gibt vor allem der Regen den Ton an zur 19. Klassiknacht. Auf die klassische Wetterlage vorbereitet waren die allermeisten der 3000 Gäste.

3000 Gäste bei verregnetem Open Air mit der Philharmonie und Stargast im Zoo

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10. Juni 2017, 08:00 Uhr

„It’s Summertime“– kaum hat Zoo-Direktor Udo Nagel die letzte Silbe gesprochen, begann gestern der Regen. Ein Klassiker zur Klassiknacht im Rostocker Zoo. Die Gäste schreckte die Wettervorhersage nicht ab.

Rund 3000 schlängelten sich vom Eingang bis zum Festplatz, um zum leider unpassenden „Summertime“-Motto die Norddeutsche Philharmonie konzertieren zu hören – musikalisch angeleitet und charmant moderiert vom australischen Stardirigenten Nicholas Milton, der bereits sein drittes Gastspiel zur nunmehr 19. Klassiknacht gab. „Die Mecklenburg-Vorpommern-Leute sind auch mit Regenschirm mit Abstand die hübschsten Leute Deutschlands“, sammelte er nach der ersten George Gershwin Ouvertüre zum Musical „Strike up the Band“ Pluspunkte.

Auch die Solistin, Sopranistin Katharina Göres, verstand es, das Publikum bei Laune zu halten. Singend mit knallrotem Schirm und bordeauxroter Satinrobe schritt die junge Berlinerin durch die Reihen voller Klassikfans unter Regencapes, Funktionsjacken und Schirmen.

Während einige vor dem Wetter flohen, trotzten ihm andere – beflügelt von John Philip Sousa, Leonard Bernstein oder auch Johann Strauß. Für viele war es eine Familienveranstaltung, wie für die Rostocker Klucks, die schon zum dritten Mal da waren, oder die Berliner Studentin und Mitarbeiterin im Bundestag Miriam Bludszuweit. Selbst begeistert von Tschaikowski und Co, besuchte sie ihre Eltern – angestammte Klassiknacht-Besucher. Ein Muss war die Veranstaltung auch für Innenminister, Justizministerin und Ordnungssenator. Und auch die Botschafter von Kasachstan und Aserbaidschan folgten Nagels Einladung.

Die Erlöse der Klassiknacht aus den Eintrittsgeldern der wasserfesten Fans kommen dem Polarium, der neuen Heimstätte der Eisbären und Pinguine, zugute. Zur 20. Auflage soll es fertig sein.

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