Maritimes Rostock : „Petersdorf“ bleibt im Heimathafen

Der Verein „Petersdorf“ hat den gleichnamigen betriebfähigen Schlepper mithilfe von Spenden gekauft und setzt sich für den Erhalt des maritimen Erbes in Rostock ein.
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Der Verein „Petersdorf“ hat den gleichnamigen betriebfähigen Schlepper mithilfe von Spenden gekauft und setzt sich für den Erhalt des maritimen Erbes in Rostock ein.

Verein kauft Schlepper und hofft auf weitere Spenden für Sanierung #wirkoennenrichtig

svz.de von
22. April 2017, 08:00 Uhr

Lange war sein Schicksal ungewiss, doch inzwischen hat der Schlepper „Petersdorf“ wieder einen festen Liegeplatz im Rostocker Stadthafen vor dem Restaurant Carlo 615. Möglich gemacht hat das der im Oktober gegründete Verein, der die 1957 im VEB Warnow-Werft Warnemünde gebaute „Petersdorf“ gekauft hatte, bevor sie nach Wilhemshaven wechselte. Seine Unterstützer hat der Verein gestern zum Dank in den Stadthafen eingeladen. „Mit unserer Schlusszahlung sind wir seit dem 15. März stolze Eigentümer des Schleppers“, sagt der Vereinsvorsitzende Wolfgang Dethloff – pünktlich zum 60-jährigen Jubiläum der Kiellegung.

Die 15 Vereinsmitglieder haben sich zur Aufgabe gemacht, das knapp 20 Meter lange Schiff in seiner Heimatstadt zu behalten und damit einen Teil des maritimen Erbes Rostocks zu bewahren. „Es ist eines der letzen noch fahrenden Schiffe, die in Rostock gebaut wurden“, so Dethloff. An dem als Jugendprojekt angelegten Bau des Schleppers seien vor allem Lehrlinge beteiligt gewesen, so Günther Klugmann. „Natürlich unter Fachaufsicht“, sagt der Bootsmann, der die „Petersdorf“ mit einigen Vereinsmitgliedern betreibt und Ausfahrten anbietet.

Im Herbst muss der Schlepper aber noch einmal in die Werft – zur Säuberung und Neubeschichtung des Unterwasserbereichs, Erneuerung der Opferanoden und Propellerreparatur. Dabei wollen die Vereinsmitglieder zwar maximale Eigenleistungen erbringen, trotzdem fehle der Großteil des Geldes. Der soll durch Spenden akquiriert werden. „Die Hansestadt wird sich definitiv mit einem mittleren vierstelligen Betrag beteiligen, sobald der Haushalt genehmigt ist“, versprach Finanzsenator Chris Müller (SPD).

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