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15. Dezember 2017 | 13:17 Uhr

Peter Vollmann geht

vom

svz.de von
erstellt am 06.Dez.2011 | 09:34 Uhr

Fast 18 Monate lang war Trainer Peter Vollmann nahezu Tag und Nacht für den Fußball-Zweitligisten FC Hansa im Einsatz. Mit akribischer Arbeit führte er die Rostocker in der vergangenen Serie mit einer komplett neu zusammengestellten Truppe zum direkten Wiederaufstieg. Gestern um 9.30 Uhr endete die Amtszeit des 53-Jährigen beim norddeutschen Traditionsclub, der in dieser Saison als aktueller 17. ernsthaft um den Verbleib in der Spielklasse bangen muss. "Es war ein schwieriger Schritt, vor allem auch aus menschlicher Sicht. Er ist ein toller Typ, der einen großen, wenn nicht den größten Anteil daran hatte, dass wir wieder in die 2. Liga aufgestiegen sind", sagte FCH-Manager Stefan Beinlich.

Gemeinsam mit Vollmann war "Paule" unmittelbar vor dem Vormittagstraining vor die Mannschaft getreten, um die Entscheidung des Clubs zu verkünden und vor allem dem unschönen Hin und Her der vergangenen Tage ein Ende zu setzen. Noch vor gut einer Woche ließ sich der Vorstand des Vereins von einem Konzept des Trainers begeistern, traute ihm eine Kehrtwende zu. Nach einer nicht unerwarteten 0:3-Schlappe beim Aufstiegsanwärter SpVgg Greuther Fürth sahen Beinlich und Co den Zeitpunkt einer Reaktion gekommen. "Entscheidend ist, dass die Mannschaft ein Konzept auch auf dem Platz umsetzt. Wir haben die Partie in Fürth analysiert und letztlich war es dort nicht viel besser als in den Spielen zuvor. Wir haben viele Gespräche geführt und sind zu dem Entschluss gekommen, einen Trainerwechsel vorzunehmen", verkündete Hansas sportlicher Leiter.

Der Coach verabschiedete sich mit warmen Worten und Stil von der Truppe. "Der Trainer hat uns und dem Verein viel Glück für die sport lichen Aufgaben sowie uns und unseren Familien Gesundheit und ein schönes Weihnachtsfest gewünscht. Daraufhin hat ihm die gesamte Mannschaft geschlossen applaudiert", verriet Peter Schyrba, der zu Vollmann ein besonderes Verhältnis hat, unter ihm bereits bei Preußen Münster und Holstein Kiel auflief. "Jeder in Rostock hat ihn als einen tollen Menschen kennengelernt. Sicherlich ist es für mich emotionaler, daraus brauche ich gar keinen Hehl zu machen. Aber auch Peter Vollmann kennt das Geschäft. Und Fakt ist, dass wir als Mannschaft zu wenig Punkte geholt haben", erklärte der 31-Jährige.

Die Beziehung zwischen Chefcoach und Team war bis zum Schluss in Ordnung, wie auch Kapitän Sebastian Pelzer bestätigte: "Wir haben es heute vor dem Training erfahren. Jetzt überwiegt natürlich eine gewisse Traurigkeit. Das Verhältnis war intakt. Aber aufgrund der wenigen Punkte sah sich der Verein zum Handeln gezwungen. Wir alle kennen das Geschäft."

Trotz der Beurlaubung ging Vollmann erhobenen Hauptes, wenngleich er den Hinterausgang der DKB-Arena wählte.

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