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Norddeutsche Neueste Nachrichten

26. September 2017 | 22:00 Uhr

Perspektive für das Jugendalternativzentrum

vom

svz.de von
erstellt am 21.Nov.2011 | 05:50 Uhr

Rostock | Das Gebiet zwischen Lindenstraße und Am Güterbahnhof weiterentwickeln, das Jugendalternativzentrum (JAZ) neu bauen und Konflikte mit dessen Nachbarn vermeiden - das will die Stadt mit einem so genannten Quartierblatt erreichen. "Es ist der erste Baustein zum Erstellen eines Rahmenplans für das Areal", sagte Odett Freiberg von der Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau (RGS) bei der Vorstellung des Plans im Ortsbeirat. Wenn die Bürgerschaft im Dezember zustimmt, können Fördergelder in das Gebiet fließen und zum Beispiel Straßen saniert werden. Es wäre ebenfalls eine Grundlage für einen Neubau des JAZ, bei dem besonders auf Lärmschutz geachtet werden soll. In der Vergangenheit hatte es Kritik von neuen Anwohnern gegeben, die sich durch abendliche Musikveranstaltungen im Jugendclub belästigt fühlten.

Das Quartierblatt sieht für das Viertel eine Entwicklung als Mischgebiet vor. Dabei gibt es zwei Einschränkungen. Ein derzeit unbewohntes Haus in der Lindenstraße 3, in unmittelbarer Nähe des JAZ, soll unbewohnt bleiben. "Dort wird wegen Lärm eine Wohnnutzung nicht mehr zumutbar sein", so Freiberg. Denn der Plan geht davon aus, dass der Neubau an dem bisherigen Standort des Jugendclubs entsteht. Es gebe Überlegungen, dass die Stadt das Haus aufkauft und später darin einen Hort für die benachbarte Jenaplanschule einrichtet.

Und noch eine Vorgabe macht der Plan: Von der Bahnhofstraße und Am Güterbahnhof soll es keinen direkten Weg zum JAZ geben. "Der gesamte Besucherverkehr des Clubs muss über die Lindenstraße abgewickelt werden. Sonst kann das JAZ an dieser Stelle nicht gebaut werden", erläutert Freiberg.

Das einzige Angebot für Jugendliche im Zentrum

Hintergrund ist wieder die befürchtete Lärmbelastung - etwa durch Besuchergruppen, die auf dem Weg zu Abendveranstaltungen sind oder von dort kommen. "Ein Weg quer durch die Wohnbebauung wäre für das Umweltamt ein Grund, den JAZ-Bau nicht zu genehmigen", so Freiberg. Deshalb müssten auch die Kinder auf dem Weg zur Jenaplanschule einen Umweg über die Lindenstraße machen. Der Ortsbeirat sprach sich mit großer Mehrheit für das Quartierblatt aus. Er hatte sich auch in der Vergangenheit immer wieder für den Erhalt des JAZ in dem Viertel ausgesprochen. "Es ist das einzige Angebot dieser Art, das wir in der Innenstadt haben", sagte Anja Schneider (CDU). "Wir wollen nicht, dass die Jugendlichen diskriminiert werden", so Ortsbeiratsvorsitzender Werner Simowitsch (Linke).

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