zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. September 2017 | 16:36 Uhr

Parkplätze müssen Kreisel und Busspur weichen

vom

svz.de von
erstellt am 23.Nov.2011 | 08:17 Uhr

Hansaviertel | Ein Kreisel soll die Verkehrssituation an der Kreuzung Schillingallee, Kopernikus- und Strempelstraße sowie Dürerplatz entschärfen. Außerdem soll die Bushaltestelle Richtung Reutershagen mit einer Haltebucht ausgestattet werden, um Stau zu vermeiden. Dafür allerdings müssen zehn Parkplätze weichen und insgesamt drei Bäume gefällt werden. Vier weitere werden versetzt. Darüber informierte Christian Pagenkopf vom Tiefbauamt den Ortsbeirat des Hansaviertels auf dessen vergangener Sitzung.

Die Bauarbeiten sollen demnach innerhalb des kommenden Jahres abgeschlossen werden. "Einen genauen Zeitplan gibt es noch nicht", sagt Pagenkopf. Dafür existiert bereits eine Kostenschätzung: Rund eine halbe Million Euro veranschlagt der Experte für das Vorhaben. Darin enthalten ist auch die Verlegung der Parkplatzausfahrt vom Dürerplatz und damit der Wegfall von fünf Stellplätzen - der Kreisel mit seinen 32 Metern Spannweite benötigt Platz.

Die geplante Reduktion der Parkplätze ist einer der Hauptkritikpunkte des Ortsbeirats: "Wir haben uns mit den Vorzügen und Nachteilen des Viertels auseinandergesetzt - fehlende Stellplätze kamen dabei negativ zur Sprache", sagt Ortsbeiratsvorsitzender Karsten Cornelius (SPD). Einer weiteren Kürzung wolle das Gremium möglichst entgegenwirken und fordert daher, wenigstens auf die Bushaltetasche zu verzichten. Denn ihr sollen die anderen fünf Parkplätze zum Opfer fallen. "Insbesondere das gefällt uns nicht", sagt Cornelius. Zumal die Haltebucht generell überflüssig sei: "Solange dort Busse fahren, hat es dort noch nie eine Tasche gegeben."

Auch die umliegenden Haltestellen in der Detharding-, Karl-Marx- oder Kopernikusstraße hätten keine Extra-Bucht. Dort könnten Autofahrer die Busse ebenfalls schlecht überholen. "Sie warten eben dahinter, das ist ein ganz normaler Vorgang", so der Ortsbeiratsvorsitzende. Darüber hinaus stößt ihm sauer auf, dass die Alleebaumreihe für die Ausbuchtung eingeschnitten werden soll. "Die wurde vor 15 Jahren gegen den Widerstand der Einwohner gepflanzt und jetzt fangen wir da wieder an", so Cornelius.

Generell aber sei der Ortsbeirat für den Kreisverkehr. Er löse die großen Probleme an der Kreuzung. Momentan sei die Situation dort gerade in Bezug auf die Vorfahrtsregelung äußerst unübersichtlich. Seit die Buslinie 27 auch noch die Schillingallee bis zur Uniklinik rein- und wieder rausfahre und die Verwaltung zusätzliche Schilder angebracht habe, sei die Lage noch komplizierter und verwirrender geworden. Erschwerend komme hinzu, dass viele Autofahrer die Kreuzung gar nicht als solche wahrnähmen. "Im Falle eines Unfalls ist die rechtliche Situation ungeklärt", so Cornelius. Dem würde der neue Kreisel abhelfen: "Wir befürworten den Kreisverkehr."

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen