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Norddeutsche Neueste Nachrichten

24. November 2017 | 12:32 Uhr

Papendorfer Haie beißen sich durch

vom

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erstellt am 28.Aug.2012 | 10:34 Uhr

Papendorf | Es gab böse Blicke in Richtung der Konkurrenten und laute Schlachtrufe. Sogar T-Shirts waren bedruckt worden, um beim ersten "Kampf der Dörfer" - einem Drachenbootrennen auf der Warnow in Papendorf - Zusammengehörigkeit zu demonstrieren. Der Wettstreit der Gemeinden wurde durchaus ernst genommen: Auch wenn bei der ganzen Veranstaltung natürlich der Spaß im Vordergrund stand - geschenkt wurde sich auf dem Wasser nichts.

Verbissen kämpften die 20er-Teams um die Bestzeiten. Nach zwei Finalläufen hatten sich die Agrar-Haie aus Papendorf als Sieger durchgesetzt. "Wir sind wahnsinnig stolz, dass wir das geschafft haben. Denn wir saßen zum ersten Mal gemeinsam im Boot, haben vorher überhaupt nicht trainiert", sagt Jana Timm, Prokuristin der Agrargenossenschaft. Das Unternehmen musste die Ehre der Gastgeber-Gemeinde retten, die sonst ohne eigenes Dorf-Boot dagestanden hätten. "Und das durfte nicht sein, sagte unser Chef, der auch der Bürgermeister ist", so Timm. "Also haben wir die Mitarbeiter, deren Ehefrauen und Praktikanten animiert, mitzumachen." Und das mit Erfolg, der gleich nach dem Rennen ausgiebig gefeiert wurde.

Organisatoren haben aus der Premiere gelernt

Auf den Plätzen folgten die Mannschaften aus Gragetopshof, Groß Stove, Niendorf, Sildemow und das Boot mit den Eltern der Fußballjugend der SG Warnow Papendorf. Sie alle mussten bereits am Vormittag auf der 250 Meter langen Strecke richtig Gas geben. Die Bestzeit erreichten dabei die Gragetopshofer mit einer Minute, sechs Sekunden und 44 Hundertsteln.

Sowohl in den Vorrunden als auch in den Finalläufen wurden die Zeiten addiert, um den Sieger zu ermitteln. Ob der Modus auch bei den nächsten Rennen so beibehalten wird, muss sich zeigen. Die Organisatoren der SG Warnow Papendorf sind mit der Premierenveranstaltung zufrieden und haben diese bereits ausgewertet, um herauszufinden, was optimiert werden könnte. "Im kommenden Jahr werden wir zum Beispiel von der anderen Seite aus starten, denn der Wind und die Strömung haben die Boote diesmal zu stark ins Schilf getrieben", sagt Robert Schiller. Der Leiter der Abteilung Drachenboot der SG Warnow Papendorf hat den Dorf-Wettkampf mit organisiert und freut sich über den Zuspruch. Deshalb soll das Rennen auch unbedingt zur Tradition werden.

Um Tradition ging es am Renntag auch in der Mittagspause - und zwar um Familientradition. Olav Killinger, Inhaber der restaurierten Villa Papendorf, enthüllte ein großes Schild mit dem neuen Namen der Sportanlage. Die wurde nach Heinrich Höppner benannt, dem die Ziegelei gehörte, die früher auf dem Sportgelände stand. Außerdem überreichte Killinger noch historische Bilder, die einen Platz im Sportlerheim finden sollen.

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