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„Wendelstein 7-X“ : Panne verzögert Aufbau von Kernfusionsprojekt

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Es war ein Fehler im Detail: Am Donnerstag sollte in Greifswald das letzte Modul des Kernfusionsexperiments montiert werden, doch dann bewegte sich nichts.

svz.de von
erstellt am 10.Nov.2011 | 07:07 Uhr

Greifswald | Der Aufbau des Kernfusionsprojekt "Wendelstein 7-X" im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Greifswald muss wegen einer technischen Panne um wenige Tage verschoben werden. Die für gestern geplante Installation des letzten von fünf Modulen für das Experiment scheiterte, weil die Fernsteuerung des Spezialkranes ausfiel. Nun soll das Modul in der kommenden Woche an seine Position gehoben und damit der Ring geschlossen werden, durch den später berührungsfrei ein Plasma fließen soll.

Die Versuchsanlage mit einem Durchmesser von 16 Metern soll 2014 in Betrieb genommen werden. In ihr sollen Fusionsprozesse in Hinblick auf eine spätere Kraftwerkstauglichkeit erforscht werden. Bei der Kernfusion soll analog den Prozessen auf der Sonne Energie durch die Verschmelzung von Atomkernen gewonnen werden. "Wendelstein 7-X" soll Erkenntnisse für den Betrieb künftiger Fusionsreaktoren und den Betrieb des Demonstrationsreaktors ITER liefern, der im französischen Cadarache entsteht.

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