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Fiete Reder : Panne auf der Gedenktafel für Sport-Größe

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Sterbedatum falsch: Jetzt hofft der Sohn der Handball-Legende auf eine Korrektur

„Mein Vater war immer sehr korrekt, das hätte ihn gewurmt“, sagt Ulf Reder vor der Gedenktafel in der Fiete-Reder-Halle in Marienehe. Denn darauf steht ein falsches Sterbedatum der Rostocker Handball-Legende: 29. Februar 2004. Richtig ist der 29. Januar. Ihm selbst sei der Fehler schon lange aufgefallen, sagt Ulf Reder, in letzter Zeit hätten ihn aber auch immer mehr Bekannte darauf angesprochen. Deswegen hofft er nun auf eine Korrektur. Einen Unterstützer aus der Bürgerschaft hat der 53-Jährige in seinem Studienfreund Rolando Schadowski gefunden. „Ich fordere den Oberbürgermeister und die Stadtverwaltung auf, im Sinne des Erbes diese Korrektur zeitnah herbeizuführen“, so der FDP-Mann.

Paul-Friedrich „Fiete“ Reder, geboren 1922, half maßgeblich bei der Wiederaufnahme des Handballsports nach dem Zweiten Weltkrieg mit. Nach ersten Erfolgen mit Motor Rostock sammelte er zahlreiche Titel mit dem SC Empor Rostock. Insgesamt wurde der gelernte Flugzeugbauer als Spieler sechsmal DDR-Meister. Weitere sechs Meisterschaften feierte er als Trainer mehrerer Jugendmannschaften. Einmal wurde der spätere Empor-Ehrenspielführer sogar in die Nationalmannschaft berufen. „Sein Herz hing am Handball“, sagt Ulf Reder. Dabei sei er auch in vielen anderen Sportarten aktiv gewesen, so im Boxen, Turnen, Fußball und in der Leichtathletik.

„Viele, die unter meinem Vater gelernt haben, sind heute noch aktiv“, sagt Ulf Reder. Auch er selbst zählt dazu, spielt mittlerweile in der vierten Handball-Männermannschaft des SV Warnemünde. Mit seinem Team tritt Ulf Reder häufig in der nach seinem Vater benannten Halle an. „Er hat hier über Jahrzehnte hinweg seine Wirkungsstätte gehabt und die Sportlandschaft geprägt“, sagt der Sohn. Unzählige Kinder und Jugendliche seien durch seinen Vater sportlich und charakterlich geformt worden – Fiete Reder arbeitete als Sportlehrer an Schulen. Zudem war er Mitbegründer des Handball-Trainingszentrums für die Stadtteile Stadtmitte, Kröpeliner-Tor-Vorstadt und Reutershagen.

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erstellt am 29.Jan.2014 | 05:00 Uhr

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