Sturmflutwarnung : Ostseepegel steigt bis auf 110 Zentimeter

Bis 75 Zentimeter über Normalnull legte der Wasserstand schon gestern zu, heute gegen Mitternacht kann er auf etwa 90 Zentimeter steigen.  Fotos: Maria Pistor
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Bis 75 Zentimeter über Normalnull legte der Wasserstand schon gestern zu, heute gegen Mitternacht kann er auf etwa 110 Zentimeter steigen. Fotos: Maria Pistor

Warnemünder reagieren auf hohen Wasserstand: Strandkörbe werden zurückgestellt, Fahrgastschiffe zu Päckchen verschnürt

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05. Oktober 2016, 12:00 Uhr

Momentan interessiert Strandkorbvermieter Matthias Treichel aus Warnemünde eine Information ganz besonders. „Es geht um die Pegelstände der Ostsee, die fallen bereits seit einigen Tagen deutlich höher aus“, sagt er. Deshalb musste er einige seiner Strandkörbe ein paar Meter weiter nach oben ziehen. Heute werden Treichel und seine Mitarbeiter wahrscheinlich weitere Körbe in Sicherheit bringen müssen. Gerade im Bereich der Mole hatte das Wasser gestern den Strand überspült, für die Spaziergänger ein besonderer Anblick, wenn die Ostsee sich mit dem Sand vermengt.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie hat für die Ostseeküste eine Sturmflutwarnung herausgegeben. Gestern waren es zwischen 55 und 70 Zentimeter über Normal. „In der heutigen Nacht wird es noch mehr steigen“, prognostiziert Bärbel Weidig, verantwortlich für Wasserstandsmeldungen beim BSH. Bei 0,75 Meter über Normal informiert das BSH in einer Verteilerliste an Partner, für die diese Information wichtig ist. „Erst ab einem Meter über Normal sprechen wir allerdings von Sturmflut und Hochwasser“, erklärt Weidig. In der Hansestadt Wismar gab es gestern noch höhere Wasserstände als in Warnemünde. Wie auch das Niedrigwasser haben erhöhte Wasserstände Auswirkungen für die Fahrgastschiffer. „Die Scheuerleiste ist dann in anderer Höhe als sonst“, erklärt Silvia Grahl von der Reederei Fahrgastschifffahrt Käpp’n Brass. Sie hält aus dem Büro in der Alexandrinenstraße Kontakt mit den Männern auf den Fahrgastschiffen. Bei zu hohem Pegel werden „Päckchen gepackt“. So heißt es seemännisch, wenn ein Fahrgastschiff gleich neben dem anderen liegt.

Der Wetterdienst Meteomedia auf der Insel Hiddensee spricht von einem "Starkwind mit Sturmböen". Der Höhepunkt mit vereinzelten Sturmspitzen der Stärke 10 könnte am Abend erreicht werden.

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