Warnemünde : Orkan Xaver wirkt nach

Fleißige Mitarbeiter des Grünamtes sind derzeit im Stephan-Jantzen-Park mit der Beseitigung der Sturmschäden beschäftigt. An der Säge Jörg Lippka, Ansgar Wagenknecht, Jana Wegener, Monika Tamm, Vera Schult, Doris Trahms, Angelika Krüger, Astrid Orsos und Praktikant Pascal Wegener (v. l.). Die umgestürzten Bäume sind gefällt und die Reste beseitigt worden.  Fotos: mapp
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Fleißige Mitarbeiter des Grünamtes sind derzeit im Stephan-Jantzen-Park mit der Beseitigung der Sturmschäden beschäftigt. An der Säge Jörg Lippka, Ansgar Wagenknecht, Jana Wegener, Monika Tamm, Vera Schult, Doris Trahms, Angelika Krüger, Astrid Orsos und Praktikant Pascal Wegener (v. l.). Die umgestürzten Bäume sind gefällt und die Reste beseitigt worden. Fotos: mapp

Das Grünamt gibt alles, um die Folgen der Schäden zu beseitigen / Viele Menschen ignorieren die Absperrungen und damit auch die Gefahr

svz.de von
12. Dezember 2013, 10:00 Uhr

Orkantief Xaver ist längst abgezogen. Aber es hat die Mitarbeiter des städtischen Grünamtes und des Stadtforstamtes mit reichlich Arbeit überhäuft. Um die 50 Bäume sind im Ostseebad teilweise wie Streichhölzer umgeknickt. „Mindestens zehn davon waren richtige Starkbäume, das ist wirklich schade“, sagt Steffi Soldan vom Team Stadtbäume aus dem Grünamt. Gestern war ein Großeinsatz im Stephan-Jantzen-Park. Heute oder morgen werden die Absperrungen wieder entfernt. „Wir haben das große Programm im Stephan-Jantzen-Park gefahren“, sagt Steffi Soldan. Zwei Laster waren dort, ein Traktor mit Seilwinde und alles, was an Personal aus diesem städtischen Bereich verfügbar gewesen ist. Im Frühjahr wird geschaut, was wo nachgepflanzt werden muss. „Das schaffen wir jetzt nicht mehr“, sagt die Baumexpertin. Außerdem ist in diesem Jahr kein Budget dafür vorhanden. In der Wachtlerstraße müssen auch zwei Bäume gefällt werden, die Bereiche sind abgesperrt. „Wir sind da manchmal erschrocken, dass viele Menschen das nicht ernst nehmen und sogar mit Kinderwagen unterm Baum durchgehen“, sagt Steffi Soldan.


Voliere wird wieder aufgebaut


Auch bei den Hoteliers Barbara und Wolfgang Soyk von der Wilhelmshöhe hat Xaver gewütet. Eine alte Pappel, für die schon eine Fällgenehmigung vorgelegen hat, stürzte auf das Dach einer Voliere mit etwa 40 Sittichen und Zebrafinken. Knapp zehn konnten wieder eingefangen und in die private Voliere der Hoteliers umgesiedelt werden. Auch wenn viele Warnemünder traurig über den Verlust sind, weil sie sich an den Sittichen gefreut haben, hatten auch hier alle Glück im Unglück. Barbara Soyk stand zur Unglückszeit mit dem Personal in der Nähe, um sich die Schäden des Orkans anzusehen. „Die Voliere soll später wieder aufgebaut werden“, sagt Tochter Katharina Soyk. Gestern ist das Dach zerteilt und beseitigt worden.

Die Schäden in dem angrenzenden Waldgebiet wurden vom Forstamt aufgenommen, weil es ja der Bereich von Revierförster Christoph Willert ist. „Es sind zwischen 300 bis 400 Kubikmeter Holz bei dem Sturm heruntergekommen“, sagt Forstamtsleiter Jörg Harmuth. „Es hat sehr geholfen, dass Alexander Soyk vom Ostseeland gleich gekommen ist und den Bereich mit den umgestürzten Bäumen gesichert hat. „Das Betreten erfolgt auf eigene Gefahr, es ist ja ein Wald“, sagt Forstamtsleiter Jörg Harmuth. Ein Teil der Arbeiten wird er vergeben müssen. „Wir sind ja nur zwölf Leute, haben auch an anderen Stellen viel zu tun, hinzu kommt noch der Weihnachtsbaum-Verkauf, wir kommen da personell an Kapazitätsgrenzen“, nennt Jörg Harmuth den Grund dafür. Im Frühjahr wird dann entschieden, was wo in diesem Waldbereich aufgeforstet wird.

Auch das sagt der Forstamts-Chef: „Der Wald wird nach dem Beräumen icht so aussehen, als ob ein Zimmer ausgefegt worden ist.“ Auch manches Stück Totholz hat eine ökologische Bedeutung für Insekten und Kleintiere. Und ein Großteil des Holzes der umgestürzten Bäume geht in den Brennholz-Verkauf des Forstamtes.

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