St.-Johannis-Kirche Rostock : Orff erklingt auf Plattdeutsch

Weihnachtsgeschichte nach Orff: Drei Hirten machen sich nach Bethlehem auf, um Jesus zu sehen.
Weihnachtsgeschichte nach Orff: Drei Hirten machen sich nach Bethlehem auf, um Jesus zu sehen.

Bereits seit dem Jahr 1969 ist es in der St.-Johannis-Kirche Tradition, alle zwei Jahre die Weihnachtsgeschichte des Komponisten Carl Orff aufzuführen.

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16. Dezember 2013, 00:00 Uhr

Bereits seit dem Jahr 1969 ist es in der St.-Johannis-Kirche Tradition, alle zwei Jahre die Weihnachtsgeschichte des Komponisten Carl Orff aufzuführen. Nach typisch Orff’scher Manier handelt es sich um ein Stück, das viele kindliche und volkstümliche Einflüsse enthält – im Orchester sind neben Violinen, Bratsche, Celli und Kontrabass auch Blockflöten, Xylofone und Glockenspiele zu finden. Der Fokus aber liegt eher auf dem darstellerischen Teil: Drei Hirten machen sich nach Bethlehem auf, um den jüngst geborenen Jesus zu sehen, und kommentieren das Geschehen – komplett auf Plattdeutsch.

„Es ist immer wieder schön zu sehen, wie alle sich auf den Orff freuen“, findet St.-Johannis-Kantor Markus Langer. Er selbst hat bereits mehr als 30 Aufführungen geleitet, zusammen mit denen seines Vorgängers Hartwig Eschenburg sind es mehr als 100.

Mit zirka 180 Teilnehmern ist Orffs Weihnachtsgeschichte ein Großprojekt, an dem der Kinder- und der Jugendchor der Kantorei mitwirken. Von Maria und Josef über die drei Hirten und die heiligen drei Könige mitsamt Gefolge bis hin zum Verkündigungsengel sind alle Rollen durch aktuelle oder ehemalige Kantorei-Sänger besetzt. Zwar ist die Weihnachtsgeschichte jedes Mal wieder mit viel Aufwand verbunden, am Ende hinterlassen die Aufführungen aber stets eine Kirche voller begeisterter Zuschauer. In zwei Jahren wird das Stück erneut aufgeführt – dann wieder in einer anderen Besetzung.

Wer Orffs Weihnachtsgeschichte noch nicht gesehen hat, hat heute um 15 und 17 Uhr in der St.-Johannis-Kirche die Chance dazu.

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