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Erster Menschenaffen-Nachwuchs im Rostocker Darwineum : Orang-Utan-Paar im Babyglück

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Dass es mit dem Menschenaffen-Nachwuchs im Rostocker Darwineum so schnell klappen würde, damit hatte niemand gerechnet: Orang-Utan-Dame Sunda brachte am Freitag ein eineinhalb Kilogramm schweres Mädchen zur Welt.

svz.de von
erstellt am 01.Jul.2013 | 08:08 Uhr

Gartenstadt | Dass es mit dem Menschenaffen-Nachwuchs im Darwineum so schnell klappen würde, damit hatte selbst Pflegerin Kerstin Genilke nicht gerechnet: Orang-Utan-Dame Sunda brachte am Freitag ein eineinhalb Kilogramm schweres Mädchen zur Welt.

245 Tage tragen Orang-Utans ihre Babys im Durchschnitt aus. "Es muss demnach um den 22. Oktober herum passiert sein, dass Sunda schwanger wurde - also kurz nach dem Umzug ins Darwineum", sagt Genilke. Sie und ihre Kollegen wussten seit November von der Schwangerschaft. Sundas Periode war ausgeblieben und ein Schwangerschaftstest brachte Gewissheit. Der Zoo bewahrte Stillschweigen, um die Überraschung nicht zu verderben. Außerdem hätte auch noch etwas schiefgehen können. Denn Sunda erlitt in der Vergangenheit mehrere Fehlgeburten.

Für die Zoo-Besucher ist die Überraschung gelungen. Staunend standen sie gestern vor Sundas Gehege, als sie plötzlich aus ihrem Nest kletterte, durch die Seile schwang und dabei ganz stolz ihr Baby präsentierte. Selbst für die Mitarbeiter des Darwineums war das ein einmaliger Moment und so standen auch sie mit weit aufgerissenen Augen vor der Glaswand.

Vor allem Genilke zeigte sich von dem Anblick des Mutter-Tochter-Gespanns gerührt. Sie war es, die das Baby als Erste zu Gesicht bekam, da war die Kleine erst eine halbe Stunde alt. "Als ich Freitagvormittag zur Arbeit kam, hörte ich Ejde schon randalieren und da wusste sofort: Das Baby ist da." Innerlich habe sie gejubelt.

Im alten Rostocker Affenhaus bestand aufgrund der überholten Haltungsbedingungen in den vergangenen Jahren ein Zuchtverbot. Sunda und die anderen Affen-Damen bekamen darum die Anti-Babypille. Erst im Juli 2012 wurden bei Sunda die Hormone abgesetzt - mit sichtbarem Erfolg. Der Nachwuchs zeige Genilke zufolge deutlich, wie sicher und wohl sich die Menschenaffen in ihrem neuen Zuhause fühlen. "Sunda und Ejde sind total entspannt und relaxt", sagt Genilke. Die Tierpflegerin durfte das Affen-Baby sogar schon anfassen, so sehr vertraut ihr Sunda. Besonders erstaunlich sei zudem, dass die Affen-Mama mit ihrem Baby nur einen Tag nach der Geburt das Nest verlassen und der Kleinen die Umgebung gezeigt hat. Eigentlich sei die nun fünffache Orang-Utan-Mama sehr vorsichtig mit ihren Jungen. Damit die Kleine schnell wachsen kann, bekommt Sunda von ihrer Pflegerin Stilltee, der die Milchproduktion anregen soll. Rund zwei Jahre lang wird das kleine Affen-Mädchen nun mit Muttermilch versorgt. Erst nach rund fünf Jahren wird sie sich ganz langsam von ihrer Mutter lösen.

Der Zoo sucht nun nach einem passenden Namen für das Orang-Utan-Mädchen. "Wir freuen uns über Vorschläge. Die einzige Vorgabe ist, dass der Name asiatisch klingt", so Genilke. Die Namen können an den Rostocker Zoo, Rennbahnallee 21 in 18059 Rostock, geschickt werden.

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