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Polizei deckt Umweltsünde im Rostocker Überseehafen auf : Öl illegal gelagert: Frachter an der Kette

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erstellt am 11.Dez.2012 | 09:44 Uhr

Rostock | An Bord eines Frachters aus Gibraltar ist im Rostocker Überseehafen illegal gelagertes Öl entdeckt worden. Beamte der Wasserschutzpolizei untersagten daraufhin die Weiterfahrt. Gegen den aus Russland stammenden Chefingenieur wurde ein Strafverfahren wegen des unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Abfällen angeordnet.

Die Besatzung des Küstenstreifenbootes „Warnow“ war am Montag an Bord des Frachters gegangen, der einer deutschen Reederei gehört. Das Schiff wurde einer Kontrolle nach international gültigem Reglement unterzogen. Im Maschinenraum nahmen die Beamten dabei auch eine Peilung des Abwassertanks vor – und entdeckten ölhaltige Rückstände. Es handelte sich um rund zwei Kubikmeter der Flüssigkeit, die dort illegal gelagert waren. Die Wasserschutzpolizisten informierten die zuständige Berufsgenossenschaft Verkehr in Hamburg über die Entdeckung an Bord. Die Experten kamen gestern zu einer Nachuntersuchung in den Rostocker Hafen und bestätigten das Weiterfahrverbot für die „Chopin“ – auch aufgrund weiterer Mängel. Das Schiff liegt zurzeit bis zu deren Beseitigung an der Kette.

Die im Abwassertank gelagerten Ölrückstände wurden nach Angaben der Wasserschutzpolizei mittlerweile umgepumpt. Die Reinigung des Tanks solle nun durch eine Fachfirma erfolgen. Die Staatsanwaltschaft Rostock ordnete zudem an, dass der Chefingenieur eine Sicherheit von 6750 Euro in bar hinterlegen muss, was der zu erwartenden Geldstrafe entspreche. Die 104 Meter lange „Chopin“ kam aus Schweden, wo sie Windkraftflügel für Rostock an Bord nahm, und wollte nach Dänemark weiter.

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