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Norddeutsche Neueste Nachrichten

20. November 2017 | 05:11 Uhr

Öfter mal was Neues auf der Kröpi

vom

svz.de von
erstellt am 29.Apr.2013 | 06:14 Uhr

Stadtmitte | Gerade hat im Kellergeschoss der Jakobi-Passage ein neuer Edeka-Einkaufsmarkt geöffnet. Einige Meter weiter, wo jahrzehntelang Pimkie und Orsay ansässig waren, sind Arbeiter emsig mit dem Innenausbau zweier neuer Läden beschäftigt. Und sogar das angeblich so gefährdete Ostende der Kröpeliner Straße hat gerade erst wieder eine Neueröffnung verbuchen können. Die Geschäfte auf Rostocks beliebtester Einkaufsstraße sind ständig im Wandel.

Ein ganz normaler Prozess, meint Peter Magdanz, Vorsitzender des City-Kreises. "Bewegung ist da immer drin. Massiv würde ich das aber nicht nennen", so der City-Manager. Auch wenn es manchmal eine gewisse Ballung gibt. "Wichtig ist nur, dass das Angebot hochwertig bleibt." Vielfach war von Experten aus dem Bereich der Stadtentwicklung die Sorge geäußert worden, durch die Öffnung des Kröpeliner-Tor-Centers würde das östliche Ende der Einkaufsstraße einem gewissen Trading-Down-Effekt zum Opfer fallen, dass also hochwertige Anbieter eher fernbleiben und Leerstand entstehen könnte. Dies sei aber nur in geringem Maß eingetreten, wie Magdanz betont. "Ein qualitativer Unterschied ist schon zu merken. Darum freuen wir uns, wenn es hier Aktivitäten gibt, die dagegen wirken", sagt Magdanz.

Glatter Aal und Nordkante des Marktes sind wichtige Impulse

Gerade die Neueröffnung des Schuhhauses Höppner am östlichen Ende der Kröpi zeige, dass auch das zum Neuen Markt führende Ende der Straße nach wie vor attraktiv sei. Außerdem erhofft er sich nach der Versteigerung des Glatten Aals, dass hier bald ein von vielen beklagter Schandfleck verschwindet. "Dass da zügig etwas passiert, darauf sollte die Stadt drängen", so Magdanz. Denn ursprünglich war auf dem Glatten Aal der Bau eines Komplexes vorgesehen, der auch Einzelhandelsflächen beinhaltet hätte. Das kann sich Magdanz auch in Zukunft vorstellen. Entsprechend dem Einzelhandelskonzept der Stadt würde so das nötige Gegengewicht zum KTC geschaffen. "Der Glatte Aal genauso wie die Nordseite des Neuen Marktes sind dafür wichtige Punkte", so der City-Manager.

Eine weitere Verkaufsfläche steht derzeit in der Innenstadt leer und wartet auf eine neue Nutzung. Die Image-Hall in der Breiten Straße ist seit geraumer Zeit geschlossen. "Flächen von dieser Größe gibt es in der Innenstadt nur sehr wenige", hebt Magdanz hervor. Wer genau hier einziehen wird, weiß der City-Manager allerdings noch nicht. Aber dass beim Shoppen in Rostock die Grenze noch lange nicht erreicht ist, zeigt das Einzelhandelskonzept. Rund 110 000 Quadratmeter Einzelhandelsfläche sind darin als Ziel angegeben. Derzeitiger Stand: rund 65 000 Quadratmeter. "Wir sind der Einzelhandelsstandort Nummer eins in Mecklenburg-Vorpommern - und das wollen wir auch bleiben", sagt Madganz. Was dazu nötig ist: Vor allem Vielfalt in den Geschäften, Parkplätze müssen vorgehalten werden, ein bisschen sauberer könnte es sein, findet Magdanz. Und Veranstaltungen sind natürlich auch ein Anreiz. So plant der City-Kreis in diesem Jahr ein Mitternachtsshopping Anfang September sowie drei verkaufsoffene Sonntage. Bei den Veranstaltungen und Märkten sei hohe Qualität gefragt, findet Magdanz: "In der Gestaltung muss ein Konsens gefunden werden, mit dem Schausteller und Händler gleichermaßen zufrieden sind." Und Einigkeit ist auch an anderer Stelle wichtig. So setzt sich der City-Kreis dafür ein, dass alle Geschäfte einheitliche Öffnungszeiten haben. "Die Leute sollten wissen, wenn sie zwischen 10 und 20 Uhr in die City fahren, dann sind die Geschäfte geöffnet", so Magdanz.

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