wirtschaft : OB Methling will Neptun-Sitz in Rostock halten

Neptun-Werft in Rostock: 500 Mitarbeiter und eine Diskussion um eine Verlagerung des Firmensitzes nach Luxemburg
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Neptun-Werft in Rostock: 500 Mitarbeiter und eine Diskussion um eine Verlagerung des Firmensitzes nach Luxemburg

Diskussion um Verlagerung ins Ausland trägt laut Rathaus-Chef nicht zur Vertrauensbildung bei

Nach der Ankündigung der Neptun-Werft, den Firmensitz nach Luxemburg zu verlegen, hat Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) erneut um ein vertrauensvolles Miteinander am Wirtschaftsstandort Rostock geworben. „Gerade von Unternehmen, die auch in Rostock sehr erfolgreich sind und deren Entwicklung wir über Jahrzehnte partnerschaftlich begleitet haben, erwarten wir auch Vertrauen und Transparenz“, erklärte Methling gestern. „Wenn man sich mit dem Gedanken trägt, den Firmensitz wegen eines vermeintlichen Steuersparmodells beziehungsweise wegen Mitbestimmungsfragen ins Ausland verlegen zu wollen, trägt das leider nicht zur Vertrauensbildung bei.“

Ende Juni 2015 waren Pläne bekannt geworden, nach denen der Firmensitz des Mutterunternehmens der Werftengruppe Meyer, der Meyer Neptun GmbH, von Rostock nach Luxemburg verlegt werden solle. Danach hatten die Landesregierungen von Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern das Gespräch mit dem Werfteigner und der Geschäftsführung gesucht. Unter Bezug auf die Diskussion zu einer möglichen Verlegung des Firmensitzes unterstrich der Rostocker Oberbürgermeister: „Die Zeiten, an denen wir als Standort nur eine verlängerte Werkbank waren, sind glücklicherweise vorbei. Das beweisen die zahlreichen Wirtschaftsansiedlungen der vergangenen Jahre. Wir bieten Unternehmen eine exzellente Infrastruktur und ein Umfeld, in dem sich Arbeiten und Leben perfekt miteinander vereinbaren können“, erklärte Methling.

Die zur Firmengruppe Meyer gehörende Neptun-Werft ist der traditionsreichste Schiffbaubetrieb in Mecklenburg. Sie wurde 1850 gegründet und hat seither mehr als 1500 Schiffsneubauten und Tausende Schiffsreparaturen ausgeführt. Nach eigenen Angaben beschäftigt die Werft in der Hansestadt aktuell etwa 500 Mitarbeiter und zählt zu den Marktführern im Flusskreuzfahrtschiffbau.

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