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Norddeutsche Neueste Nachrichten

19. Oktober 2017 | 04:05 Uhr

OB-Kandidaten gehen ins Netz

vom

svz.de von
erstellt am 20.Dez.2011 | 09:03 Uhr

Rostock | Auf Rostocks Straßen soll der Wahlkampf erst nach dem Weihnachtsfest beginnen - aber im Internet tobt er schon jetzt. Auf ihren Homepages und in sozialen Netzwerken versuchen die Kandidaten für das Oberbürgermeisteramt, sich gegenseitig in Sachen Bürgernähe zu übertreffen. "Bunter, unterhaltsamer, interaktiver" scheint das Motto zu lauten.

"Diskutieren Sie mit mir und sagen Sie Ihre Meinung auf Facebook", heißt es auf der Homepage des parteilosen Amtsinhabers Roland Methling. Der OB, dessen Seite maritim und in Rostocker Farben gehalten ist, kann dort auch zum Hausbesuch eingeladen werden. Wer möchte, kann sich Videobotschaften des OB anschauen, durchs private Fotoalbum blättern oder über das Portal Twitter kurze, 140 Zeichen lange Botschaften abonnieren.

Der Grünen-Kandidat Christian Blauel setzt ebenfalls auf den Bürgerdialog im Netz: Unter dem Motto "Du bist dran", fordert er die Besucher seiner Homepage auf, Ideen und Vorschläge für Rostock zu machen. Daneben setzt er sich mit Rostocker Themen wie dem Hafen, Wohnen in der KTV oder dem Radverkehr auseinander.

Einen Schritt weiter gehen die Linken beim Einbeziehen der Internetnutzer. Auf der Seite ihrer Kandidatin Kerstin Liebich stehen die Vorschläge von Rostockern zur Abstimmung hinter virtuellen Adventskalender-Türchen bereit. Besucher der Seite können wählen, ob sie ehrenamtliche Helfer oder den Zugang ärmerer Menschen zur Kultur fördern, Radwege oder den öffentlichen Nahverkehr ausbauen wollen. Belohnt wird das Ganze mit der Teilnahme an einer Verlosung für Eintrittskarten für das Volkstheater.

Einen anderen vorweihnachtlichen Kalender arbeitet der SPD-Kandidat Dr. Ait Stapelfeld ab. Täglich besucht er Einrichtungen in Rostock und berichtet auf seiner Facebook-Seite und Homepage in der Rubrik "Aitventskalender". Auf seiner Wahlkampf-Homepage geht der Sozialdemokrat auch mit der Finanzpolitik des Amtsinhabers ins Gericht: "Schein-Konsolidierung des Rostocker Haushalts auf dünnem Eis" ist sein aktuellster Beitrag überschrieben. Themen außerdem: Hansa, Volkstheater und Bildung.

Inhaltlich kritisch setzt sich auch die parteilose Kandidatin Dr. Sybille Bachmann mit dem Amtsinhaber und den Mitbewerbern auseinander. Auf der Facebook-Seite "Rostock - Stadt der Bürger" kommentiert sie Methlings Bierwerbung, seine Position im Verandastreit oder die SPD-Debatte zur Kulturpolitik. Auf ihrem persönlichen Profil präsentiert Bachmann ihre private Seite. Die Kandidatin, die vom Rostocker Bund unterstützt wird, hat angekündigt, bald auch über Twitter Nachrichten zu senden. Eine eigene Homepage sei ebenfalls in Vorbereitung.

Daran arbeitet zurzeit auch die CDU. Ihre Kandidatin, Bürgerschaftspräsidentin Karina Jens, will morgen ihr Bürgerbüro eröffnen. Auf Facebook ist sie jetzt schon präsent. "Konsens und Kompetenz" lautet das Motto ihrer Seite, auf der sie Schritte des Wahlkampfs dokumentiert und inhaltliche Ziele nennt: "Sprachlosigkeit zwischen Stadtverwaltung und Verbänden der Wohlfahrt beenden", heißt ihr erster Eintrag.

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