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Norddeutsche Neueste Nachrichten

21. November 2017 | 22:34 Uhr

Rostock : Nordwindkinner frisch getauft

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

151 Reutershäger Grundschüler feiern Namensweihe / Plattdeutsch als wichtiger Teil des Lehrplans prägt neuen Titel

„Wo de Ostseewellen trecken an den Strand“, singen die Zweitklässler gestern mit stolz geschwellter Brust zur Namensweihe ihrer Grundschule in der Mathias-Thesen-Straße. „Nordwindkinner“ heißt die bisher als Plus-Energie-Schule bezeichnete Einrichtung in kommunaler Trägerschaft der Stadt jetzt offiziell. Der alte Name bleibt aber weiterhin Programm: „Diese Grundschule ist die neueste und modernste der Hansestadt“, erklärt Frank Giesen, 1. Stellvertreter des Präsidenten der Rostocker Bürgerschaft, bei der Namensweihe auf dem Schulhof. Sie ist so konzipiert, dass sie mehr Energie erzeugt, als sie verbraucht.

Die Idee für den Namen kam von den Schülern selbst. „Mehr als 40 Vorschläge sind in den Boxen eingegangen, die wir aufgestellt haben“, sagt Schulleiterin Birgit Wegehaupt. Am Ende haben Direktorin, Lehrer und Eltern sich auf einen Namen geeinigt und diesen der Bürgerschaft zur Zustimmung vorgelegt. Diese hatte im letzten Jahr dem Vorschlag zugestimmt. „Wir haben uns bewusst für einen norddeutschen Namen entschieden“, sagt Wegehaupt. Um dem Stadtteil Reutershagen gerecht zu werden – man habe den „Leuten aufs Maul geschaut“ – aber auch, um auf den ersten Blick zu zeigen, dass die plattdeutsche Sprache eine wichtige Rolle im Unterricht spiele.

Dies wurde auch gestern beim Festakt zur Namensweihe deutlich, denn die 151 Grundschüler haben nicht nur auf Hochdeutsch und Englisch, sondern auch auf Platt den neuen Titel ihrer Schule besungen. Im großen Moment ließen die frisch getauften Nordwindkinner ein Meer von blauen Luftballons steigen. „Aktiv, stark und dynamisch wie der Nordwind – so sollen unsere Schüler sein“, sagt Direktorin Wegehaupt in ihrer Festrede. „Unsere Schule ist eine Erlebniswelt, in der wir Küstenbewohner gemeinsam viel erleben können“, so die Schulleiterin. Neben der Plattdeutsch-AG werden in der Reutershäger Grundschule weitere Projekte angeboten, die sich mit maritimen Themen wie den Meeresbewohnern oder Windkraft beschäftigen.

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