zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

15. Dezember 2017 | 20:42 Uhr

Baupläne : Nordwesten will neue Brücke schlagen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Evershagen und Lütten Klein fordern Sanierung maroder Holzüberführung in St.-Petersburger-Straße

Nach der Komplettsperrung im Oktober fordern die Bewohner Evershagens und Lütten Kleins einen zügigen Neubau der maroden Holzbrücke in der St.-Petersburger-Straße. „Die Brücke über den Schmarler Bach ist eine der Hauptverkehrsstraßen für Fußgänger und Radfahrer zwischen den Stadtteilen“, sagt Niels Schönwälder, Ortsbeiratsvorsitzender in Evershagen (SPD). Gemeinsam mit dem benachbarten Beirat aus Lütten Klein will das Gremium einen Antrag in die Bürgerschaft geben, der die Freigabe der notwendigen finanziellen Mittel und den sofortigen Neubau der Brücke fordert.

Das 1968 errichtete Holzbauwerk habe seine planmäßige 30-jährige Lebensdauer um 17 Jahre weit überschritten, heißt es aus dem städtischen Tief- und Hafenbauamt. Inzwischen weise es durch Fäulnis, Pilzbefall sowie ausgefaserte und morsche Träger massive Schäden an Geländer, Holztragwerk und -stützen auf. Eine Wiederinstandsetzung sei ausgeschlossen, der komplette Abriss soll noch in diesem Monat erfolgen, denn auch die Fundamente seien durch Abplatzungen am Beton sowie größere Unterspülungen nicht mehr nutzbar.

Rostocks Bau- und Umweltsenator Holger Matthäus (Grüne) will einen schnellen Ersatzneubau umsetzen und sieht gute Chancen für das Projekt: „Allein durch eine kostengünstigere Variante der Brücke zur Fischerbastion, die ich veranlasst habe, werden wir diese Mittel hier zur Verfügung haben. Der Ersatzneubau hat höchste Priorität“, so Matthäus. Der Zustand der Brücke habe sich in den letzten Jahren deutlich verschlechtert, heißt es aus dem Bauamt weiter. Ausgehend von einer Note von 2,5 in 2012, erhielt das Bauwerk 2014 nur noch die Zustandsnote 3,0. Im vergangenen Jahr ergab die Prüfung die Zustandsnote 3,5, eine statische Nachrechnung die abschließende Note 4,0.

Eine finanzielle Unterstützung durch das Land ist allerdings ausgeschlossen: „Da es sich um ein kommunales Bauprojekt handelt, ist ein Zuwendungsbescheid in dieser Sache nicht denkbar“, so der Rostocker Landtagsabgeordnete Rainer Albrecht (SPD) nach Rücksprache mit dem Minister für Infrastruktur, Christian Pegel (SPD).

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen