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Rostock : Nordosten: Was wird aus den Bürgerzentren?

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Abriss, Sozialwohnungen oder Flüchtlingsheim – zwei alte Plattenbauten sind plötzlich begehrt

Jahrelang haben die Betreiber der Stadtteil- und Begegnungszentren Dierkow und Toitenwinkel ihren neuen Häusern entgegengefiebert. Toitenwinkel ist schon eingezogen. Für Dierkow soll es im Dezember so weit sein. Aber was wird aus den alten Häusern? – „Im Plan steht Abriss“, sagt Nico Seefeldt, Sprecher vom Betrieb für Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE).

„Beide Häuser haben Brandschutzmängel, was bedingte, neue zu bauen“, sagt Kollege Andy Thom aus der Objektverwaltung. Aber seit das Vorhaben, abzureißen, von der Stadt fixiert wurde, hat sich einiges geändert – Immobilien sind begehrter denn je, trotz Mängel. Der Verein Soziales Rostock prüft, ob dort Sozialwohnungen entstehen könnten. „Er hat schon im Betriebsausschuss des KOE sein Konzept vorgestellt“, sagt Thom. Der KOE ermöglichte mehrere Besichtigungen, stellte Unterlagen zur Verfügung – auch zur Sanierung von Vergleichsobjekten.

Das Amt für Stadtplanung überlegt parallel, wie die Flächen gestaltet werden könnten. Entschließt sich Soziales Rostock, ernsthaftes Interesse anzumelden, muss die Bürgerschaft entscheiden, ob an sie verkauft wird. Dann, erklärt Thom, würde ein Verkehrswertgutachten erstellt, das den Wert anhand von Lage, Grundstückswert, Anbindung und vielem Weiteren bemisst. Normalerweise, wenn der Wert, wie zu erwarten, über 50 000 Euro liegt, müsste das Gebäude öffentlich zum Verkauf angeboten werden. Zünglein an der Wage ist die Bürgerschaft. Doch vielleicht wird die Überlegung sowieso hinfällig. Der KOE prüft die Häuser selbst anderweitig: als Unterkunft für Flüchtlinge. Betriebsleiterin Sigrid Hecht ist auch Vorsitzende der städtischen Arbeitsgruppe für die Immobiliensuche. „Wir prüfen alle möglichen Liegenschaften auf ihre Eignung hin“, sagt Stadtsprecher Ulrich Kunze. Äußern wollen sie sich erst, wenn etwas spruchreif ist.

Komplett leergezogen sind die SBZs bis Juni 2016. Der Abriss würde im nächsten Jahr anstehen, sagt Thom. Dafür sind je 200 000 Euro Fördermittel eingestellt. Geschoben wurden sie schon seit Jahren. Eine komplette Sanierung schätzt Thom, ohne Gewähr, auf 2,5 bis 3 Millionen Euro.

 

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