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22. Oktober 2017 | 23:16 Uhr

Nordkirche will Glockenklau verhindern

vom

svz.de von
erstellt am 13.Dez.2012 | 08:24 Uhr

Groß Ridsenow | Nach dem Diebstahl und der Vernichtung einer historisch wertvollen Glocke in Groß Ridsenow bei Rostock rät die evangelische Nordkirche zu besonderen Vorsichtsmaßnahmen. Ein zusätzlicher Schutzmechanismus am Joch des Geläuts sei eine Möglichkeit, sich gegen den Diebstahl von frei hängenden Glocken zu wappnen, so der Schweriner Kirchensprecher Christian Meyer.

Kleine und beschädigte Glocken sollten möglichst in Räume verbracht werden. Einen 100-prozentigen Schutz gebe es aber nicht. Ortsbewohner sollten "stets die Augen aufhalten" und nachfragen, wenn sich jemand an Glockenstühlen im Freien zu schaffen macht. Zudem könnten sie sich auch bei Handwerkern vorsorglich das Autokennzeichen aufschreiben. Die Kirchengemeinden seien aufgerufen, kontinuierlich frei stehende Glockenstühle zu kontrollieren. Die 600 Kilogramm schwere Glocke von Groß Ridsenow stammte aus dem 15. Jahrhundert. Sie war aus einem frei stehenden Glockenstuhl ausgebaut und abtransportiert worden. Ein Schrotthändler hatte die Glocke Anfang Oktober für drei Euro pro Kilo gekauft und zerlegt. Nachdem der Diebstahl öffentlich geworden war, meldete er sich bei der Polizei. Seine eigenen Recherchen hatten zuvor keine Hinweise auf ein Verbrechen ergeben. Die Polizei hat mittlerweile vier Tatverdächtige ermittelt. Der Schaden beträgt nach Angaben des Vereins Deutsches Glockenmuseum mit mindestens 20 000 Euro mehr als das Zehnfache des von ihnen erzielten Erlöses.

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