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Norddeutsche Neueste Nachrichten

17. Dezember 2017 | 01:34 Uhr

Noch reichlich unkonkret

vom

Benjamin Lassiwe: Thema Nordkirche

svz.de von
erstellt am 17.Sep.2007 | 08:08 Uhr

Seit dem Frühjahr steht die Einladung der nordelbischen Kirche zu Verhandlungen über eine gemeinsame Landeskirche in MV, Hamburg und Schleswig-Holstein. Mittlerweile trafen sich die Kirchenleitungen zu ersten Gesprächen - doch was dabei herauskam, ist noch reichlich unkonkret. Über die künftige Gestalt der gemeinsamen Kirche weiß man derzeit ebenso wenig, wie über den Zeitplan ihrer Bildung.

Ein ansehnliches Zwischenergebnis ist das nicht. Das ist schade, denn die Christen aller drei Bundesländer wollen wissen, wie die Zukunft ihrer Kirche aussieht. Wie wichtig solche Konkretisierungen sind, zeigt sich zurzeit in Mitteldeutschland: Dort waren die Evangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen und die thüringische Landeskirche im Frühjahr fast schon fusioniert - doch an der allerletzten Frage, dem Sitz des Bischofs und des Kirchenamts ging die Kirchenhochzeit auseinander. Weswegen man nur hoffen kann, dass die Kirchenleitungen im Nordosten dieses Thema nicht zuletzt beraten. Auch zu viel Zeit lassen dürfen sie sich nicht: Schon im Frühjahr forderte eine ansehnliche Minderheit in der pommerschen Synode eine Fusion mit Berlin-Brandenburg, weil die damaligen Verhandlungen mit Mecklenburg zu lange dauerten. Die gestern vorgestellten Leitgedanken dürften wie ein Schwall frisches Wasser auf ihre Mühlen wirken.

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