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Norddeutsche Neueste Nachrichten

19. November 2017 | 19:01 Uhr

Werftdreieck : Noch ein Blitzer für Rostock

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Gerät soll Unfallschwerpunkt Werftdreieck entschärfen und Rotsünder stoppen

svz.de von
erstellt am 21.Dez.2015 | 06:00 Uhr

Ab Mitte 2016 setzt die Stadtverwaltung noch einen Blitzer in Rostock ein. Er soll im nördlichen Bereich des Werftdreiecks stadtauswärts installiert werden. Gerade läuft noch das Ausschreibungsverfahren für das Gerät, so Ordnungssenator Chris Müller (SPD). Der Ort sei mit Bedacht gewählt. „Der Kreuzungsbereich L 22/Lübecker Straße/Maßmannstraße/ Werftstraße ist als eine der bedeutendsten Unfallhäufungsstellen in unserer Stadt gelistet“, sagt der Senator.

Viele Autofahrer würden bei Rot aus der Werftstraße auf die Kreuzung fahren, sodass zahlreiche Unfälle passieren würden. Hintergrund dafür seien auch die langen Wartezeiten an der Ampel durch das hohe Verkehrsaufkommen in der Werftstraße. „Unfallbegünstigende Faktoren sind zudem auch hohe Geschwindigkeiten, ein sehr ungünstiger Abbiegewinkel für Linksabbieger aus Richtung Maßmannstraße beziehungsweise Werftstraße kommend“, so Müller weiter.

In der Stadt gibt es drei reine Rotlicht-Blitzer wie den an der Vorpommern-Brücke. Zwei weitere stehen kurz vor der Autobahn 19 stadtauswärts an der Rövershäger Chaussee und stadteinwärts an der Kreuzung Südring und Erich-Schlesinger-Straße. Für die reine Geschwindigkeitsmessung gibt es einen Standort in der Hamburger Straße und zwei Kombiblitzer Am Strande im Stadthafen und an der Stadtautobahn Höhe Lichtenhagen.

Über Einnahmen aus den Blitzern kann Müller keine Aussage treffen, „da die Daten aus allen Messungen und Anzeigen im fließenden Verkehr durch Polizei und Ordnungsbehörde in der Bußgeldstelle zusammenfließen“, sagt er. Statistisch würde das nicht getrennt. „Ziel ist nicht, mit dem Blitzer hohe Einnahmen zu erzielen, sondern Unfälle zu vermeiden“, sagt Müller.

Zuletzt hatte die Stadt Hunderte Rotsünder straffrei davonkommen lassen müssen, weil die drei entsprechenden Blitzer nicht den Vorgaben der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig entsprachen. Mehrere Betroffene hatten geklagt – und vom Amtsgericht auch Recht bekommen. Rostock waren in diesem Zusammenhang Bußgelder in Höhe von rund 70 000 Euro entgangen. Die Blitzer müssen nun ausgetauscht werden. Die Gesamtkosten für die Stadt betragen 100 000 Euro.

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